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Auf den Spuren von Jonas Erikson Sundahl

Die Gustavsburg in Jägersburg ist eines der barocken Schmuckstücke, die auf den schwedischen Baumeister Jonas Erikson Sundahl zurückgehen. Foto: Wolf/SZ
Die Gustavsburg in Jägersburg ist eines der barocken Schmuckstücke, die auf den schwedischen Baumeister Jonas Erikson Sundahl zurückgehen. Foto: Wolf/SZ
Homburg. Die Gustavsburg am Jägersburger Weiher, das Edelhaus in Schwarzenacker, Schloss Gutenbrunnen bei Wörschweiler, Kloster Gräfinthal: Bis heute sind es repräsentative Bauten, die Jonas Erikson Sundahl in Homburg und seinen Stadtteilen geplant und gebaut hat

Homburg. Die Gustavsburg am Jägersburger Weiher, das Edelhaus in Schwarzenacker, Schloss Gutenbrunnen bei Wörschweiler, Kloster Gräfinthal: Bis heute sind es repräsentative Bauten, die Jonas Erikson Sundahl in Homburg und seinen Stadtteilen geplant und gebaut hat. Über Jahrzehnte hinweg prägte der Landvermesser und Baudirektor in Diensten des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken mit seiner Architektur die saarpfälzische Region, zahlreiche der von ihm entworfenen und unter seiner Federführung realisierten Bauwerke verleihen jenen Ortschaften, in denen sie errichtet wurden, bis heute besonderen Glanz. Entlang der Themenroute "Barockstraße SaarPfalz" stellen sie Attraktionen von Rang dar.1678 in Oden im schwedischen Wärmelandstal geboren, kam Sundahl 1702 in der Gefolgschaft des könglichen Statthalters Gabriel Oxenstierna in das pfälzische Herzogtum, das durch Vererbung dem schwedischen Königshaus zugefallen war.



Die erste von ihm überlieferte Arbeit ist ein Grundriss des inneren und äußeren Grabens am oberen Tor in Zweibrücken noch aus dem gleichen Jahr. Für den vertriebenen polnischen König Stanislaus Leszczynski, dem Karl XII. 1714 in Zweibrücken Asyl gewährt hatte, erbaute Sundahl östlich der Stadt das Lustschloss Tschifflik (türkisch: Landhaus) mit Gartenhäusern, Weihern, Wasserfällen, Gewächshäusern und Freilichtbühne.

Über mehr als 50 Jahre hinweg arbeitete Sundahl in leitender Position in der herzoglichen Bauverwaltung, einer Zeit, in der auch die Schlösser in Zweibrücken und Bad Bergzabern entstanden. Sein Todestag am 5. Juni 1762 jährte sich in diesem Jahr zum 250. Male. Aus diesem Anlass findet seit Anfang September im Stadtmuseum Zweibrücken eine Ausstellung zu Leben und Werk des Baumeisters statt. Dazu ist nun, in Zusammenarbeit mit dem Saarpfalz-Kreis, ein Begleitbuch erschienen, in dem Georg Budell die Lebensgeschichte Sundahls nachzeichnet und Otmar Freiermuth insbesondere seine Arbeit als Architekt würdigt.

Das Buch wird illustriert durch Aufnahmen Sundahlscher Bauten, die von Fotofreunden Homburg-Zweibrücken beigesteuert wurden. bam

Der Ausstellungskatalog ist zum Preis von zwölf Euro beim Amt für Heimat- und Denkmalpflege des Saarpfalz-Kreises, Zimmer 417, Tel. (0 68 41) 1 04 84 09, Email: Marianne.Hepp@saarpfalz-kreis.de, erhältlich. Die Sundahl-Sonderausstellung im Stadtmuseum Zweibrücken ist bis 9. Dezember dienstags von zehn bis 18 Uhr sowie von Mittwoch bis Sonntag jeweils zwischen 14 und 18 Uhr geöffnet.