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Auf den Spuren der Großmutter

Völklingen. "Sie ist ein talentiertes Mädchen, sie ist fleißig, und sie hat Spaß am Wettkampf." So beschreibt Hannes Vitense, einer der Landestrainer des Saarländischen Schwimmbundes, die zehnjährige Fabia Müller. Diese Eigenschaften scheint die Nachwuchs-Schwimmerin von ihrer Großmutter geerbt zu haben. Denn Inge Weinert war sehr erfolgreich im Schwimmsport Von SZ-Mitarbeiterin Clara Beck

Völklingen. "Sie ist ein talentiertes Mädchen, sie ist fleißig, und sie hat Spaß am Wettkampf." So beschreibt Hannes Vitense, einer der Landestrainer des Saarländischen Schwimmbundes, die zehnjährige Fabia Müller. Diese Eigenschaften scheint die Nachwuchs-Schwimmerin von ihrer Großmutter geerbt zu haben. Denn Inge Weinert war sehr erfolgreich im Schwimmsport. Unter anderem war sie im Jahr 1968 deutsche Vizemeisterin über 200 Meter Delfin und ein Jahr später sogar drei Mal deutsche Vizemeisterin über 200 Meter Lagen und Delfin und über 400 Meter Lagen.


"Ich will so gut wie meine Oma zu werden", erklärt Fabia Müller ihr Ziel. Die Schülerin besucht noch die Grundschule Haydnstraße in Völklingen, wird jedoch zum neuen Schuljahr auf die Eliteschule des Sports, das Gymnasium am Rotenbühl in Saarbrücken, wechseln. Zwar startet Fabia für den Schwimmverein St. Ingbert, sie trainiert aber fünf bis sechs Mal pro Woche an der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken. Das Training zahlt sich aus, denn bei den Saarlandmeisterschaften der Schwimmer in Dudweiler hat Fabia jüngst sieben Titel gewonnen. Diesen Erfolg solle man aber nicht überbewerten, sagt Landestrainer Vitense: "Fabia soll hier älter und besser werden. Sie bekommt eine vielseitige, langfristige Ausbildung." Man müsse sehen, wie sie sich weiterentwickelt und ob sie weiterhin so motiviert bleibe, dann sei alles möglich, findet Hannes Vitense.

Nicht nur ihre Leidenschaft für den Schwimmsport teilt Fabia Müller mit ihrer Großmutter, sondern auch ihre Lieblingsdisziplin Delfin, auch wenn sie selbst die 100 Meter Delfin favorisiert. Inge Weinerts Lieblingsstrecke waren die 200 Meter Delfin. "Ich habe erst mit zehn Jahren angefangen zu schwimmen", erzählt Weinert, "wir hatten damals neu gebaut direkt über einem Schwimmbad. Und ich war oft dort. Irgendwann hat der Trainer gesagt, ich soll einfach mitschwimmen. Von da an ging alles ganz schnell." Wie ihre Enkelin war auch sie an der Sportschule, jedoch im Internat. Soweit ist Fabia noch nicht.



Die Zehnjährige hat mit fünf Jahren mit dem Schwimmen begonnen und trainiert jetzt seit zwei Jahren an der Sportschule. Mittlerweile gehört sie dem D-Kader des Saarländischen Schwimmbundes an. "Das A und O ist das Training, sie soll weiter fleißig trainieren, Lust und Spaß an der Sache behalten und auf dem Boden bleiben", gibt Inge Weinert ihrer kleinen Enkelin den Rat für den weiteren Verlauf ihrer sportlichen Laufbahn.