| 20:33 Uhr

Pflegenotstand
Arbeitgeberverband Pflege begrüßt Spahns Vorstoß

Saarbrücken. Der viel kritisierte Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), den Pflegenotstand mithilfe von ausländischen Fachkräften zu lindern (wir berichteten), stößt beim Arbeitgeberverband Pflege auf vehemente Zustimmung. Der Saarbrücker Vizepräsident des Verbands, Friedhelm Fiedler, begrüßte Spahns Idee gegenüber der SZ ausdrücklich. Als Minister sei Spahn „dafür verantwortlich, dass die Altenpflege in Deutschland zukunftssicher gemacht wird, was sie heute nicht ist. Als wichtigste Aufgabe hat er dafür Sorge zu tragen, dass ausreichend Personal zur Verfügung steht. Endlich und zu Recht hat er jetzt deutlich gesagt, dass das nicht ohne Fachkräfte aus dem Ausland geht“, so Fiedler. Neben einer angemessenen Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen in der stationären und der ambulanten Pflege gehöre auch, „dass wir dringend Pflegekräfte aus dem Ausland zu uns holen – aus anderen EU-Ländern, aber auch aus sogenannten Drittstaaten in Asien, Afrika oder Lateinamerika, wo es viele gut ausgebildete Pflegekräfte gibt, die gerne bei uns arbeiten möchten“, erklärte Fiedler, der auch der Geschäftsleitung der Saarbrücker Unternehmensgruppe Pro Seniore/Victor´s angehört. Die Unternehmensgruppe betreibt deutschlandweit Senioreneinrichtungen. Grundlage für die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte müsse aber ein modernes Einwanderungsgesetz sein, so Fiedler. „Selbstverständlich müssen die Pflegekräfte ausreichend gut Deutsch sprechen, und natürlich müssen sie nach deutschem Standard qualifiziert sein für diesen anspruchsvollen Beruf. Das alles ist aber kein Hexenwerk, wie viele gelungene Einwanderungsbeispiele zeigen.“ Von Johannes Schleuning
Johannes Schleuning

Der viel kritisierte Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), den Pflegenotstand mithilfe von ausländischen Fachkräften zu lindern (wir berichteten), stößt beim Arbeitgeberverband Pflege auf vehemente Zustimmung. Der Saarbrücker Vizepräsident des Verbands, Friedhelm Fiedler, begrüßte Spahns Idee gegenüber der SZ ausdrücklich. Als Minister sei Spahn „dafür verantwortlich, dass die Altenpflege in Deutschland zukunftssicher gemacht wird, was sie heute nicht ist. Als wichtigste Aufgabe hat er dafür Sorge zu tragen, dass ausreichend Personal zur Verfügung steht. Endlich und zu Recht hat er jetzt deutlich gesagt, dass das nicht ohne Fachkräfte aus dem Ausland geht“, so Fiedler. Neben einer angemessenen Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen in der stationären und der ambulanten Pflege gehöre auch, „dass wir dringend Pflegekräfte aus dem Ausland zu uns holen – aus anderen EU-Ländern, aber auch aus sogenannten Drittstaaten in Asien, Afrika oder Lateinamerika, wo es viele gut ausgebildete Pflegekräfte gibt, die gerne bei uns arbeiten möchten“, erklärte Fiedler, der auch der Geschäftsleitung der Saarbrücker Unternehmensgruppe Pro Seniore/Victor´s angehört. Die Unternehmensgruppe betreibt deutschlandweit Senioreneinrichtungen. Grundlage für die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte müsse aber ein modernes Einwanderungsgesetz sein, so Fiedler. „Selbstverständlich müssen die Pflegekräfte ausreichend gut Deutsch sprechen, und natürlich müssen sie nach deutschem Standard qualifiziert sein für diesen anspruchsvollen Beruf. Das alles ist aber kein Hexenwerk, wie viele gelungene Einwanderungsbeispiele zeigen.“


Weshalb einige Verbände „auf Spahns guten Vorstoß nichts anderes einfällt, als weiter zu nörgeln, ist unverständlich“, so Fiedler.