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Angst, dass Windräder Wohnqualität schmälern

Orscholz/Weiten. Das nass-kalte Wetter fürchten sie nicht, die Mitglieder der Interessengruppe "Windkraft ja, aber mit Vernunft Orscholz und Weiten". Längst haben die Kritiker aus beiden Mettlacher Ortsteilen den Schulterschluss vollzogen, machen sich auf den Weg, um Unterschriften gegen die vorgesehene Teiländerung des Flächennutzungsplanes für die geplanten Windräder zu sammeln Von SZ-Redakteurin Margit Stark

Orscholz/Weiten. Das nass-kalte Wetter fürchten sie nicht, die Mitglieder der Interessengruppe "Windkraft ja, aber mit Vernunft Orscholz und Weiten". Längst haben die Kritiker aus beiden Mettlacher Ortsteilen den Schulterschluss vollzogen, machen sich auf den Weg, um Unterschriften gegen die vorgesehene Teiländerung des Flächennutzungsplanes für die geplanten Windräder zu sammeln. "Wir wollen eine Beschränkung der Flächen nahe dem heilklimatischen Luftkurort Orscholz und um Weiten", machen Stefan Schaaf und Dieter Schneider-Holbach von der Interessengemeinschaft (IG) ihre Marschrichtung klar. Die Wohnqualität der Orscholzer und Weitener dürfe nicht unter dem Ausbau der Windenergie leiden.Für zwölf Windräder, wie von Bürgermeister Carsten Wiemann beim Info-Abend Mitte Dezember im Cloef-Atrium angesprochen, ist ihnen das Terrain zu groß. Noch etwas treibt die Kritiker aus beiden Mettlacher Ortsteilen um: Da die Windräder über 200 Meter hoch werden sollen, sind nach Meinung der Betroffenen die vorgesehenen 1000 Meter zur Wohnbebauung zu wenig. Sie fordern einen größeren Abstand. 1000 Meter Abstand kommen nach Ansicht der Interessengemeinschaft nur infrage, wenn die Windräder wie in Wehingen und Kirf zwischen 90 und 120 Meter hoch wären.



Um die ihre Forderung durchzusetzen, werben sie an den Haustüren für ihre Vorgehensweise. "Wegen der großen Resonanz können immer noch Unterschriften abgegeben werden - in Orscholzer Geschäften. Dort liegen auch bis auf Weiteres sowohl Infobroschüren als auch Einwand-Formulare aus." Als neuen Stichtag nennen sie Mittwoch, 16. Januar. "Es geht uns nicht darum, Windkraft in der Gemeinde Mettlach zu verhindern", sagen sie. Natürlich wolle man durch Windenergie einen vernünftigen Beitrag zur Energiewende leisten.

Von dem Mitteilungsblatt der Gemeinde Mettlach "Rund um die Saarschleife" fühlt sich die IG übergangen: "Die Redaktion hat unseren Hinweis auf die Unterschriftenaktion als 'nicht veröffentlichungsfähig' befunden, da er aufgrund seines Inhaltes 'politische Stellungnahmen' beinhaltet und gegen die Richtlinien für Vereinsnachrichten verstößt. Politische Stellungnahmen sehen unseres Erachtens anders aus", sagen sie.