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| 20:11 Uhr

Am Tiefpunkt angekommen

Mettlach. "Wir müssen unsere Punkte zum Klassenverbleib gegen die Mannschaften holen, die mit uns auf Augenhöhe stehen", hatte Mettlachs Trainer Werner Weiß nach der 2:6-Niederlage gegen den 1. FC Saarbrücken erklärt. Damit meinte er die SV Elversberg II Von SZ-Mitarbeiter Alexander Wilhelm

Mettlach. "Wir müssen unsere Punkte zum Klassenverbleib gegen die Mannschaften holen, die mit uns auf Augenhöhe stehen", hatte Mettlachs Trainer Werner Weiß nach der 2:6-Niederlage gegen den 1. FC Saarbrücken erklärt. Damit meinte er die SV Elversberg II. Doch dass auch zwischen dem SV Mettlach und der Zweiten von Elversberg noch Welten liegen, zeigte sich am Samstag bereits nach wenigen Sekunden: Mit dem allerersten Angriff des Spiels über Florian Weber markierte Abdul Iyodo die 1:0-Gästeführung. Da saß Werner Weiß noch gar nicht auf seinem Stuhl. Und es kam noch dicker für die Weiß-Elf: Nach nur fünf Minuten musste SVM-Talent Thomas Will mit einer ausgekugelten Schulter ausgewechselt werden. Für ihn kam Jens Kirchen in die Partie. Doch wer nach dem frühen Rückstand an ein Aufbäumen der Blau-Weißen gedacht hatte, um die letzte Chance zum Klassenverbleib zu wahren, wurde enttäuscht: Kampf- und Einsatzbereitschaft fanden sich nur bei der Elf von Elversbergs Neu-Coach Dominik Jung. Dabei profitierte die SVE auch von Schwächen im Stellungsspiel und zahlreichen Fehlpässen auf Seiten der Heimelf. Exemplarisch hierfür die Entstehung des 0:2: SVM-Abwehrspieler Steffen Bodem passt völlig unbedrängt den Ball zu Elversbergs Abdul Iyodo, der nach außen auf Simon Goldhammer legt. Dessen Flanke landet bei Sebastian Holzer, der unbedrängt zum 0:2 einschieben kann (37.). In der Folgezeit hätte die SVE noch nachlegen können, doch zunächst vergab Iyodo mit einem Lupfer vor SVM-Torwart Raphael Stutz knapp, ehe der SVE-Stürmer aus 16 Metern an der Querlatte scheiterte. Der zweite Durchgang zeigte das gleiche Bild: Lustlose Mettlacher gegen eine hochmotivierte SVE. Abdul Iyodo setzte sich gleich gegen zwei Abwehrspieler des SVM durch, ehe er auch noch Torwart Stutz überspielte und zum 0:3 einschob (49.). "Es ist deprimierend, wie wir uns ausspielen haben lassen. Es fehlte jegliche Leidenschaft", ärgerte sich Weiß über seine Mannschaft. Nach 56 Minuten erhöhte Sascha Jung nach Vorabeit von Simon Goldhammer auf 4:0. Zwar verkürzten die Hausherren durch Michael Burger per Kopf auf 1:4 (60.). Doch nach einem weiteren Fehlpass in der eigenen Hälfte spielte Sebastian Holzer SVM-Keeper Stutz aus und schob zum 1:5 ein (66.). Gut für Mettlach: In den letzten 20 Minuten schalteten die Gäste einen Gang zurück, hatten aber dennoch die besseren Chancen. "Dieses Spiel war der absolute Tiefpunkt. Auf dem Platz war kein Wir-Gefühl vorhanden, jeder hat nur für sich gespielt. Die Tore haben wir durch einfachste Fehler kassiert. 76 Gegentore, mit Abstand die schlechteste Abwehr der Liga, das spricht Bände", rang Weiß nach der Partie um Fassung. Zwei Spieltage vor Saisonende hat sich für den SV Mettlach damit das Abenteuer Oberliga wohl erledigt. Nach der desolaten Vorstellung gegen Elversberg könnte sich bei den Blau-Weißen auch die Trainerfrage wieder stellen. "Ich weiß nicht, ob ich nach diesem Spiel weitermachen werde. Ich muss zuerst eine Nacht drüber schlafen und es mir in Ruhe überlegen", sagte Weiß. Der Trainer hat seinen Job erst vor sechs Wochen nach der Trannung von Markus Kneip angetreten. "Ich weiß nicht, ob ich nach diesem Spiel weitermachen werde."Mettlachs Trainer Werner Weiß