| 20:10 Uhr

Am Samstag soll die Party steigen

Die Rotsünder unter sich: Der Köllerbacher Dimitri Abazadze und Neunkirchens Ralf Hürter beobachten die Partie. Foto: Hiegel
Die Rotsünder unter sich: Der Köllerbacher Dimitri Abazadze und Neunkirchens Ralf Hürter beobachten die Partie. Foto: Hiegel
Köllerbach. Erste Chance vergeben. Mit einem Sieg im Saar-Derby gegen Borussia Neunkirchen hätte der Fußball-Oberligist Sportfreunde Köllerbach den in dieser Saison für unmöglich geglaubten Klassenverbleib bejubeln können. Hätte. Denn die Mannschaft von Trainer Melori Bigvava verlor am Mittwochabend vor 400 Zuschauern im Neunkircher Ellenfeld-Stadion mit 1:2 (0:1) Von SZ-Mitarbeiter Kai Rixecker

Köllerbach. Erste Chance vergeben. Mit einem Sieg im Saar-Derby gegen Borussia Neunkirchen hätte der Fußball-Oberligist Sportfreunde Köllerbach den in dieser Saison für unmöglich geglaubten Klassenverbleib bejubeln können. Hätte. Denn die Mannschaft von Trainer Melori Bigvava verlor am Mittwochabend vor 400 Zuschauern im Neunkircher Ellenfeld-Stadion mit 1:2 (0:1). Da die direkten Konkurrenten SV Mettlach (2:6 beim 1. FC Saarbrücken) und SV Elversberg II (1:3 gegen FK Pirmasens) nicht gepunktet haben, ist die Ausgangslage der Köllerbacher dennoch komfortabel.


"Müssen mehr Gas geben"

Drei Spieltage stehen noch aus, und die Sportfreunde haben sieben Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Das heißt: Verlieren Mettlach und Elversberg nur eines ihrer drei Spiele, sind die Köllerbacher gerettet. Die sicherste Rechnung ist eine andere: Mit einem Heimsieg an diesem Samstag im Saar-Derby gegen den SV Hasborn (Anstoß um 15.30 Uhr) kann das "Wunder von Köllerbach" perfekt gemacht werden. Kapitän Daniel Magno mahnt jedoch: "Wir müssen wie in den Spielen vor der Partie gegen Neunkirchen mehr Gas geben."

Am Mittwoch gegen die Borussia hatten die Sportfreunde den Auftakt verschlafen: Neunkirchens Said Chouaib passte in der zweiten Minuten von der linken Seite auf Hendrik Zuck, der aus acht Metern zur Borussen-Führung einschob. Erst danach kamen die Sportfreunde ins Spiel, konnten sich aber, angetrieben von Spielmacher Dominik Groß, bis zur Halbzeit lediglich eine Torchance durch Steven Schank erarbeiten (20. Minute). "Ich glaube, einige Spieler haben es zu locker gesehen. Nachdem wir den Tabellenzweiten, -dritten und -vierten geschlagen haben, dachten sie, dass wir auch den Fünften schlagen", zeigte sich Kapitän Magno enttäuscht.

Direkt nach der Pause sah Borusse Ralf Hürter in der 48. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Doch auch in Überzahl konnten sich die Köllerbacher keine zwingenden Torchancen erarbeiten. "Neunkirchen hat sich nach der Führung hinten reingestellt. Gegen eine solch seriöse Mannschaft ist es dann schwierig, zu Torchancen zu kommen", erklärt Groß, der keine Aussage über seinen Verbleib bei den Köllerbachern machen wollte.



Ärger über Platzverweis

In der 71. Minute sollten sich die Bemühungen der Sportfreunde doch noch bezahlt machen. Nach Vorlage von Davit Bakhtadze erzielte Xavier Novic aus zehn Metern den Ausgleich. Danach folgten die ereignisreichsten Minuten der Partie: Erst köpfte Magno knapp am Borussen-Tor vorbei (73.), und kurz darauf sah sein Mannschaftskollege Dimitri Abazadze nach einem Foul im Mittelfeld die Rote Karte (76.). "Ich weiß nicht, was der Schiedsrichter da gesehen hat", ärgert sich Bigvava über den Platzverweis, der durchaus mitentscheidend für den Ausgang der Partie war. Denn auch mit zehn Mann versuchten die Gäste, auf Sieg zu spielen. Dies wurde in der 80. Minute bestraft: Nach einem Konter erzielte der zuvor eingewechselte Thorsten Bruch aus 16 Metern den Neunkircher Siegtreffer.