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| 20:19 Uhr

"Am Anfang musste ich mich durchbeißen"

Saarbrücken. Der Fuß von Hans Kallies (64) spielt verrückt. Und das bringt den Saarbrücker mächtig auf die Palme. Nun muss der Teilnehmer der Aktion "SZ macht fit", die die Saarbrücker Zeitung gemeinsam mit dem Laufverein Run4Fun Bübingen veranstaltet, erst einmal pausieren. "Technisches K.o.! Er will gerade nicht so, wie ich es will Von SZ-Redaktionsmitglied Christof Müller

Saarbrücken. Der Fuß von Hans Kallies (64) spielt verrückt. Und das bringt den Saarbrücker mächtig auf die Palme. Nun muss der Teilnehmer der Aktion "SZ macht fit", die die Saarbrücker Zeitung gemeinsam mit dem Laufverein Run4Fun Bübingen veranstaltet, erst einmal pausieren. "Technisches K.o.! Er will gerade nicht so, wie ich es will. Ich gehe morgen vorsichtshalber zum Arzt", erklärt Kallies. In der vierten von acht Laufwochen fällt die Zwischenbilanz der anderen Läufer positiv aus: "Das Tempo der ersten Wochen war genau richtig. Ich merke, wie ich meine Kondition immer weiter steigern kann", sagt Janine Klein (29, Fotos: chm) aus Brebach. In zwei Monaten wollen die Hobbysportler aus dem Regionalverband mit einem speziellen Trainingsplan laufend ihre Kondition verbessern. Auch Gabi Quosdorf (53) ist auf dem besten Weg, das Ziel des Trainings zu erreichen. Dann will die Altenkesselerin genügend Kondition getankt haben, um 30 Minuten ohne Pause durchlaufen zu können: "Am Anfang musste ich mich durchbeißen. Der Einstieg beim Laufprogramm war zu schnell für mich. Ich hing oft hinten und habe gezweifelt, ob ich das durchhalte. Irgendwie lief es sich dann aber im wahrsten Sinne von Woche zu Woche immer besser." Zusätzlich zu den beiden gemeinsamen Laufeinheiten hat Gabi privat trainiert. Das brachte ihr einen Konditionsvorsprung: "Mittlerweile macht mir das langsame Laufen immer mehr Spaß." Zufrieden ist Franz Höner: "Der Gruppeneffekt setzt ein. Die Laufanfänger erleben, dass ein gemeinsames Training viel mehr bringt. Wer jetzt dabei bleibt, wird es schaffen. Unsere Gruppe läuft nun geschlossener als zu Beginn. Alle haben nun ungefähr das gleiche Tempo." Nur gelegentlich muss der Lauftrainer von Run4Fun bremsen: "Wir laufen vom Prinzip her so schnell wie der Langsamste im Team." So wird sichergestellt, dass sich niemand überlastet."Ich bin ein wenig stolz auf mich, weil ich nie gedacht hätte, dass ich durchhalte. Doch es klappt. Das motiviert mich, denn so kann ich etwas für meine Fitness tun", zieht Irene Huhn Zwischenbilanz. Die 26-Jährige aus Schiffweiler erklärt: "Ich will unbedingt das Ziel des Programms erreichen." Schon seit vier Jahren trainiert Betreuerin Heike Schwindt bei Run4Fun: "Nun sieht man, wer wirklich ernsthaft was für seine Gesundheit tun will." Dabei denkt Heike an ihre eigene Laufgeschichte: "Mir hat es immer mehr gebracht, zusammen mit anderen Läufern zu trainieren." Mittlerweile schüttet es über dem Bübinger Trainingsgelände wie aus Eimern. Doch das bremst die Aktions-Teilnehmer nicht aus: "Wir laufen bei jedem Wetter", erklärt Heike: "Wichtig ist einfach nur, sich passend anzuziehen: besser dünnere Sachen als dicke Pullover oder lange Hosen. Denn beim Laufen kommt die Wärme von ganz alleine." Nachdem alle Läufer nun eine Grundkondition aufgebaut haben, werden sie in den nächsten Wochen an ihrem Laufstil feilen. So verbessern sie ihre Haltung und werden schneller.

AUF EINEN BLICKDie wichtigsten Tipps für einen perfekten Laufstil: Die Augen etwa zehn Meter nach vorne auf den Boden richten. Dadurch wird die Nackenmuskulatur entlastet und man läuft lockerer. Die Steuerung des Körpers beginnt im Kopf. Den Kopf aufrecht halten und auf eine entspannte Haltung der Halswirbelsäule achten. Die Arme pendeln locker in Laufrichtung. Unter- und Oberarm bilden fast einen rechten Winkel. Der Oberschenkel pendelt in der vorderen Schwungphase so weit nach vorne, bis sich der Fußknöchel etwa senkrecht unter der Kniescheibe befindet. Die Ferse pendelt, je nach Lauftempo, bis auf die Höhe des Knies oder darüber. Der Oberkörper ist aufgerichtet, fast gestreckt, damit die Wirbelsäule entlastet ist und über dem Körperschwerpunkt entspannt schwingen kann. So kann man die Schrittlänge um bis zu zwei Zentimeter verlängern. Bei einem flüssigen Laufstil bewegt sich der Körperschwerpunkt nur wenig auf und ab. Damit lässt sich viel Energie sparen. Anfänger sitzen mit dem Becken oft nach hinten ab. Das Becken sollte leicht nach vorne gekippt sein. Damit richtet sich der Oberkörper automatisch auf. Manchmal hilft es, sich einen flüssigeren Bewegungsablauf vorzustellen, als bewege man sich wie eine Marionette. Am Kopf und am Rumpf wären dann unsichtbare Fäden angebracht, die die Bewegungen ausführen und den Körper in einer aufrechten Stellung halten. chm