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Aktive und Nachwuchs sind gut in Form

Die Fragen der Besucher wurden in Altenwald fachmännisch beantwortet. Foto: Becker & Bredel
Die Fragen der Besucher wurden in Altenwald fachmännisch beantwortet. Foto: Becker & Bredel FOTO: Becker & Bredel
Altenwald. Die Feuerwehren und ihr Nachwuchs zeigten bei hochsommerlichen Temperaturen am vorigen Wochenende ihr Können und ihre Einsatzbereitschaft. bub

Die Feuerwehrleute waren am vergangenen Sonntag nicht zu beneiden. Unter den schweren Jacken, mit dicken Stiefeln und Helm kamen sie ganz schön ins Schwitzen. Da aber Sicherheit groß geschrieben wird, sind auch Übungen keine hemdsärmelige Angelegenheit. Es wird so geübt, wie auch im Ernstfall gearbeitet wird - und notfalls auch in hochsommerlicher Hitze. Und geübt wurde fleißig am Sonntag, denn die Feuerwehr Sulzbach feierte an der Eisenbahnschachtanlage in Altenwald das 50-jährige Bestehen der Sulzbacher Jugendwehr beim Tag der offenen Tür des Löschbezirks Altenwald. Und diese beiden Anlässe wurden miteinander kombiniert und für die Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr genutzt, indem man zwei große Übungen ausrichtete.

Löschbezirksführer Christoph Six, Wehrführer Matthias Petak und ihr Team hatten sich für die aktive Wehr ein Szenario direkt an der Schachtanlage ausgedacht. Ausgegangen wurde von einem Brand. Die dort ansässigen Unternehmen, aber auch die Photovoltaikanlage auf dem Dach wurden in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt drei Drehleiterfahrzeuge, acht Löschfahrzeuge und ein Kommandowagen beteiligten sich am Szenario, wobei die Zuschauer einen guten Eindruck bekamen, was es bedeutet, als Feuerwehrmann im Hochsommer zu arbeiten. Da freuten sich die Aktiven sichtlich darauf, ihren Durst beim Feuerwehrfest löschen zu können.

Auch die Jugendfeuerwehr zeigte ihr Können. Gemeinsam mit Jugendwehren aus Dudweiler, Friedrichsthal und ihrer Partnerwehr aus Potsdam/Bornstedt gingen die Nachwuchskräfte aus Sulzbach an einen Löscheinsatz heran und bewiesen, das sie eine gute feuerwehrtechnische Grundausbildung genossen haben. Auch das Technische Hilfswerk und das Deutsche Rote Kreuz Neuweiler machten mit und bewältigten den Einsatz, den die Übungsplaner mit einem Unfall zwischen Pkw und Bus kombiniert hatten. So mussten auch Verletzte versorgt werden, THW und DRK übernahmen die Betreuung, die Feuerwehr den Löscheinsatz. Das Zusammenspiel der Hilfsorganisationen lief bestens.

Gemeindejugendwart Yanneck Brandel konnte stolz sein auf den Feuerwehr-Nachwuchs. Mit 16 Jahren können Jugendfeuerwehrleute bei den Aktiven eingesetzt werden. Neben der Feuerwehrtechnik sollte der Spaß aber nicht zu kurz kommen. Daher gab es samstags schon einen "Leistungsmarsch" beim Tag der offenen Tür, an dem sich zehn Gruppen aus dem Regionalverband beteiligten. Als Sieger wurde die Jugendwehr Stadtmitte Sulzbach gekürt. Das Jubiläum der Jugendwehr wurde mit einem Festkommers gewürdigt. Da sprach Erich München, er war 1963 bei Gründung der Jugendwehr der zuständige Löschmeister. Heute ist er 76 Jahre alt und schon seit geraumer Zeit Rentner, findet aber die Arbeit der Jugendwehr "nach wie vor wichtig, um den nötigen Nachwuchs heranzuziehen". Er erzählte uns stolz das auch heute noch zwei seiner "Schützlinge" von vor 48 Jahren noch aktiv in der Altenwalder Feuerwehr tätig sind.