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Landtag
AfD-Fraktion bei Aufklärung der LSVS-Affäre uneins

Saarbrücken. Innerhalb der AfD-Landtagsfraktion gibt es einen Konflikt über den Sinn des Untersuchungsausschusses zur Affäre beim Landessportverband (LSVS). Das einzige AfD-Mitglied im U-Ausschuss, Lutz Hecker, wies die Forderung seines Fraktionskollegen Rudolf Müller zurück, den Ausschuss zu beenden. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

„Ich sehe das komplett anders“, sagte Hecker auf SZ-Anfrage. Es werde noch etliche Monate dauern, um die aufgeworfenen Fragen zur LSVS-Affäre im Ausschuss aufzuklären.


Müller hatte seine Forderung damit begründet, dass die wesentlichen Erkenntnisse bereits vorlägen und die Gutachten zur Aufklärung der Affäre sehr viel Geld kosteten - allerdings wurden diese Gutachten nicht vom U-Ausschuss in Auftrag gegeben, sondern von Staatsanwaltschaft, Innenministerium und LSVS.

Hecker gilt in der dreiköpfigen AfD-Landtagsfraktion als isoliert, seine Unterstützer sprechen von Mobbing. Zuletzt hatte Hecker als einziger AfD-Abgeordneter im Landtag dafür gestimmt hatte, den Weg für eine weitere Anklage gegen den früheren LSVS-Präsidenten Klaus Meiser frei zu machen und dessen Immunität aufzuheben. Dörr hatte dagegen gestimmt, Müller sich enthalten. „Das ist niemandem vermittelbar“, sagte Hecker.