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Leserreporter
Ärger um häufige Busausfälle in Saarbrücken

FOTO: BECKER&BREDEL / bub
Saarbrücken. Die Misere bei den Saarbrücker Buslinien bleibt weiterhin ein Thema. Leser-Reporterin Christel Altmeyer berichtet von häufigen Ausfällen auf dem Weg zur Universität. „Mich persönlich betreffen die Linien 112 und 124, die zum Bahnhof fahren“, sagt sie. Von Dennis Langenstein

Aber auch auf der Linie 111 komme es zu Ausfällen.


Das Thema ist nicht ganz neu. Seit Monaten haben die Saarbrücker Saarbahn GmbH und ihre Kunden mit Ausfällen zu kämpfen. Und auch diesmal bleibt die Antwort gleich: Es fehlt an Fahrern. „Wir haben einen extrem hohen Krankenstand bei den Privatunternehmen, die für uns im Auftrag fahren“, sagt Pressesprecherin Ulrike Reimann. Das Unternehmen versuche, so gut es gehe, die Ausfälle mit eigenen Leuten zu kompensieren, doch für jeden Krankenstand reiche es nicht. Daher müssten Prioritäten gesetzt werden. Vorrang hätten dabei die Linien, die die Außenbezirke mit der Stadt verbinden und Pendler zur Arbeit bringen. Reimann zählt hierzu beispielsweise die Linie 104, die Klarenthal mit Elversberg verbindet. Ausgedünnt würden hingegen innerstädtische Ziele, die von mehreren Linien angesteuert werden, erklärt Reimann. „Wenn wir nicht alle Linien besetzen können, müssen wir dort Fahrten rausnehmen, wo mehr Linien fahren.“ Und da der Campus in Saarbrücken gleich von mehreren Linien angefahren werde, seien diese Linien auch häufiger von Ausfällen betroffen.

Um den Ausfällen künftig etwas besser entgegentreten zu können, habe man zum 1. Juni 13 neue Fahrer eingestellt, allerdings: „Zwei haben schon wieder abgesagt, der Markt für Fahrer ist zurzeit leer.“



Reimann rät zur App der Saarbahn, die die Ausfälle und Alternativen zeitnah anzeige. Und sie macht Hoffnung, dass es zumindest in den kommenden Wochen etwas besser laufen könnte: „Wir haben im Moment Schulferien. Dadurch, dass zurzeit keine Schulbusse gebraucht werden, können wir die Ausfälle etwas besser kompensieren.“ Dennoch könne es zu Ausfällen kommen. „Natürlich ist es ärgerlich. Nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für uns und für unsere Fahrer. Sie stehen in der ersten Reihe und bekommen den Ärger der Kunden ab, obwohl sie nichts dafür können“, sagt Reimann.