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Adrian Zöhler
Angeschlagener Saar-Sportverband hat neuen Präsidenten

Adrian Zöhler
Adrian Zöhler FOTO: BeckerBredel
Eppelborn. Adrian Zöhler soll den schwer angeschlagenen Landessportverband für das Saarland (LSVS) aus der Krise führen: Am Sonntag wurde der 48-Jährige zum neuen Verbandspräsidenten gewählt. 207 von 243 Delegierten (gut 85 Prozent) stimmten auf einer Mitgliederversammlung in Eppelborn für Zöhler, der Vize-Präsident des Saarländischen Fußballverbandes ist. dpa/lrs

„Hier und heute können und sollen wir den Neuanfang wagen. Wir haben hier und heute die Möglichkeit, den LSVS, der sich in einem schweren Sturm befindet, in ruhige Gewässer zu führen mit klaren Zielen vor Augen“, sagte er.


Zöhler tritt die Nachfolge von Klaus Meiser (CDU) an, der im April wegen eines millionenschweren Finanzskandals beim LSVS sein Amt niedergelegt hatte. „Vielen, vielen Dank für das große Vertrauen. Jetzt gilt es zu schaffen“, sagte Zöhler nach der Wahl.

Der hochdefizitäre LSVS soll über Jahre hinweg unkontrolliert mehr Geld ausgegeben als eingenommen haben. Es geht um Millionen. Der Vorstand des Verbandes hat einem umfassenden Sanierungskonzept zugestimmt. 44 Kündigungen wurden ausgesprochen.



Zuvor hatte Franz Josef Schumann, bisher Vize-Präsident des LSVS, Fehler eingeräumt. „Wir haben über viele Jahre über unsere Verhältnisse gelebt, ohne das zu erkennen“. Nun sei man aber auf „einem guten soliden Weg“.

Der LSVS ist der Dachverband der saarländischen Sportvereine und Sportverbände. Mit rund 370 000 Mitgliedern ist er saarlandweit nach eigenen Angaben die größte Personenvereinigung.