| 20:18 Uhr

Abwechslung bei Wind und Wetter

St. Ingbert/Eppelborn. Man kann Benjamin Schwarz die Freude an seiner Ausbildung zum Forstwirt förmlich ansehen. Benjamins Entschluss für das harte Handwerk liegt dabei in seiner Persönlichkeit begründet. "Ich bin ein Mensch, der gerne in der Natur draußen ist. Und deswegen macht mir die Arbeit richtig Spaß Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Wolf

St. Ingbert/Eppelborn. Man kann Benjamin Schwarz die Freude an seiner Ausbildung zum Forstwirt förmlich ansehen. Benjamins Entschluss für das harte Handwerk liegt dabei in seiner Persönlichkeit begründet. "Ich bin ein Mensch, der gerne in der Natur draußen ist. Und deswegen macht mir die Arbeit richtig Spaß." Nach Ende seiner Schulzeit informierte sich der junge Limbacher per Praktika über mögliche Ausbildungsberufe. "So bin ich dann zum Forstwirt gekommen." Benjamins Ausbilder ist Forstwirtschaftsmeister Clemens Mees von Saarforst. Der fasst zusammen, was einen guten Forstwirt ausmacht: "Ein Forstwirt muss über viel Fachwissen verfügen, da er die Arbeiten im Wald selbstständig erledigen muss. Deswegen legen wir gerade auf diese Selbstständigkeit großen Wert."



Und was ist sonst noch gefordert? Mees: "Da die Arbeit draußen stattfindet, setzen wir natürlich körperliche Robustheit voraus. Und ein Forstwirt sollte auf jeden Fall echten Spaß an der Arbeit haben, da sie oft sehr anstrengend und mitunter auch gefährlich ist. Und dann natürlich die üblichen Tugenden wie Teamfähigkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit."

Im täglichen Leben stellt sich der ausgebildete Forstwirt ganz unterschiedlichen Aufgaben. "Hauptarbeitsbereich ist natürlich die Holzernte", so Clemens Mees. "Dazu kommt die Wald- und Jungbestandspflege. Und natürlich alle Arbeiten, die darum herum anfallen, also der Wegebau, das Mähen von Freiflächen, der Bau und Unterhalt von jagdlichen Einrichtungen und auch Naturschutzaufgaben." Und Benjamin Schwarz ergänzt: "Dazu kann sich dann auch noch der Bau von Freizeiteinrichtungen gesellen." Beide sind sich einig: Der Beruf eines Forstwirts ist abwechslungsreich. "Deswegen muss man flexibel sein und auf alles reagieren können", versichert Mees. "Kein Tag ist wie der andere, weil ein Forstwirt mit Naturprodukten arbeitet."

Mit der Naturromantik bekannter Heimatfilme hat der Beruf eines Forstwirts allerdings nichts zu tun. Denn "draußen in der Natur" heißt auch, bei Wind und Wetter seinen Job zu machen. Benjamin Schwarz: "Und man muss ganz klar sagen, dass es sich um harte, körperliche Arbeit handelt." Über Nachwuchs muss sich Saarforst trotzdem keine Sorgen machen, auf die zuletzt ausgeschriebenen zwölf Stellen bewarben sich immerhin 120 Ausbildungssuchende. In einem umfangreichen Auswahlprozess, einschließlich eines zweitägigen Tests an der Schule in Eppelborn, wurden dann die besten ausgewählt.

"Kein Tag ist wie der andere, weil ein Forstwirt mit Naturprodukten arbeitet."

Clemens Mees

Auf einen Blick

Forstwirte und Forstwirtinnen begründen, schützen und pflegen Waldbestände, ernten Holz, sortieren und lagern es. Sie führen alle Aufgaben aus, die zur Erhaltung und Nutzung des Waldes erforderlich sind. Hauptsächlich arbeiten Forstwirte und Forstwirtinnen bei kommunalen Forstbetrieben und forstwirtschaftlichen Lohnunternehmen. Auch in Forstämtern sind sie tätig. thw