| 20:56 Uhr

Luftverkehr
Ablassen von Kerosin soll gemeldet werden

(Symbolbild)
(Symbolbild) FOTO: Daniel Reinhardt / dpa
Zweibrücken/Saarbrücken. Trotz  jüngster Kritik etwa im rheinland-pfälzischen Verkehrsausschuss will das Umweltbundesamt die geplante Studie zum Schnellablass von Kerosin ohne praktische Tests und Messungen erstellen. Immer wieder lassen Flugzeuge, die aus technischen Gründen rasch wieder landen müssen, über der Region Flugbenzin ab. Mögliche gesundheitliche Belastungen sind bislang ungeklärt. Ein Vertreter des Umweltbundesamtes machte jetzt auf Anfrage deutlich, es werde eine „ausführliche Literatursichtung vorgenommen“, ebenso eine „fachliche Einschätzung, ob und wenn ja in welchem Umfang eine Umweltbelastung vorliegt“. Alle verfügbaren Messungen sollten einfließen. Sollte diese vorliegen, würden Vorschläge erarbeitet, wie man die Belastung – falls existent – minimieren könne. Weil das Bundesumweltministerium sich verpflichtet habe, im Oktober 2018 der Umweltministerkonferenz die Ergebnisse vorzulegen, stehe man unter Zeitdruck.

Trotz  jüngster Kritik etwa im rheinland-pfälzischen Verkehrsausschuss will das Umweltbundesamt die geplante Studie zum Schnellablass von Kerosin ohne praktische Tests und Messungen erstellen. Immer wieder lassen Flugzeuge, die aus technischen Gründen rasch wieder landen müssen, über der Region Flugbenzin ab. Mögliche gesundheitliche Belastungen sind bislang ungeklärt. Ein Vertreter des Umweltbundesamtes machte jetzt auf Anfrage deutlich, es werde eine „ausführliche Literatursichtung vorgenommen“, ebenso eine „fachliche Einschätzung, ob und wenn ja in welchem Umfang eine Umweltbelastung vorliegt“. Alle verfügbaren Messungen sollten einfließen. Sollte diese vorliegen, würden Vorschläge erarbeitet, wie man die Belastung – falls existent – minimieren könne. Weil das Bundesumweltministerium sich verpflichtet habe, im Oktober 2018 der Umweltministerkonferenz die Ergebnisse vorzulegen, stehe man unter Zeitdruck.



Derweil hat sich auch der Interregionale Parlamentarierrat (IPR) in die Kerosin-Debatte eingeschaltet. In dem Gremium vertreten sind Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz, das Saarland, die Wallonie und die Französische und Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens. In seiner jüngsten Sitzung forderte auch der IPR Auskunft über abgelassenen Flugtreibstoff. Es müsse eine Meldekette eingerichtet werden, die Fälle des sogenannten „Fuel Dumpings“ direkt an die zuständigen Behörden weitergebe. 

(ek)