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Abiturient stirbt bei Abschlussfahrt

Ottweiler/Lyon. Am Samstag gegen 11 Uhr wurden die Abiturienten des Gymnasiums Ottweiler von Schulleiterin Rebecca Spurk und einem Betreuungsteam in Ottweiler in Empfang genommen. Eigentlich sollten sie um diese Zeit gerade in Spanien ankommen. Um nach den schriftlichen und vor den mündlichen Prüfungen auszuspannen und zu feiern Von SZ-Redakteurin Yvonne Wildschütz

Ottweiler/Lyon. Am Samstag gegen 11 Uhr wurden die Abiturienten des Gymnasiums Ottweiler von Schulleiterin Rebecca Spurk und einem Betreuungsteam in Ottweiler in Empfang genommen. Eigentlich sollten sie um diese Zeit gerade in Spanien ankommen. Um nach den schriftlichen und vor den mündlichen Prüfungen auszuspannen und zu feiern. Doch zum Feiern war den Abiturienten nicht mehr zumute: Einer ihrer Mitschüler kam auf der Hinfahrt ins spanische Urlaubsdomizil auf tragische Weise an einer französischen Raststätte ums Leben. Was genau passiert ist, ist derzeit noch unklar. Die Polizei Neunkirchen teilte lediglich mit, dass sie die Eltern des Jungen verständigt habe. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin bestätigte gestern auf Anfrage, dass in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Nähe von Lyon ein 18-Jähriger aus dem Saarland tödlich verunglückt sei. "Die Behörden prüfen derzeit, was genau vorgefallen ist. Es wird versucht, den Sachverhalt aufzuklären", so der Sprecher. Die französische Polizei teilte mit, dass der junge Mann auf der A 6 in der Nähe der französischen Stadt Villefranche bei Lyon ums Leben gekommen sei. "Die Person wurde von einem Bus überfahren. Die Ermittlungen dauern an", so Patrick Hoen von der französischen Polizei.Raum der Stille in der Schule Unter Schülern, Eltern und Lehrern herrscht unterdessen tiefe Betroffenheit. "Die Jugendlichen sind anders zurückgekehrt, als sie hingefahren sind", sagte gesten der Ottweiler Bürgermeister Hans-Heinrich Rödle. Die Schüler waren zu einer privaten Abiturfahrt aufgebrochen - ohne Lehrer oder andere Aufsichtspersonen. "Es handelte sich bei dieser Fahrt um keine Schulveranstaltung. Dennoch sind es natürlich unsere Schüler und wir setzen alles daran, dass sie psychologisch und ärztlich betreut werden", erklärte die Schulleiterin des Gymnasiums Ottweiler, Rebecca Spurk. Deswegen sei auch gestern im Ottweiler Gymnasium ein Raum der Stille eingerichtet worden. "Hier können die Schüler von ihrem Mitschüler Abschied nehmen, in ein Kondolenzbuch schreiben, sich zurückziehen", so Spurk. Auch stehe die Schule mit den Eltern des Verstorbenen und der anderen Abiturienten in Kontakt. "Die Schüler wissen, dass diese Tragödie mit mehr Vorsicht nicht hätte passieren müssen. Aber es geht jetzt nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum, dass alle Beteiligten dieses schreckliche Ereignis so gut es eben geht verarbeiten", betonte die Schulleiterin. Die Schüler zeigen ihre tiefeTrauer auch im Internet. Hier gedenken Mitschüler und Freunde des Verstorbenen mit einer digitalen Beileidskarte. Auf dieser Karte steht zu lesen: "In Gedenken an . . ."