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800 000 Euro für Sportplatz?

Alt-Saarbrücken. Die Stadt soll für ihren Sportplatz auf der Bellevue Verantwortung übernehmen. Das fordert die Alt-Saarbrücker SPD. Verantwortung übernehmen heißt für den Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins, Rainer Hanselmann: Im Haushalt 2013, den der Stadtrat Ende des Monats beschließt, sollen die Planungskosten für die Sanierung des Platzes neben der ATSV-Halle aufgenommen werden Von SZ-Redakteur Martin Rolshausen

Alt-Saarbrücken. Die Stadt soll für ihren Sportplatz auf der Bellevue Verantwortung übernehmen. Das fordert die Alt-Saarbrücker SPD. Verantwortung übernehmen heißt für den Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins, Rainer Hanselmann: Im Haushalt 2013, den der Stadtrat Ende des Monats beschließt, sollen die Planungskosten für die Sanierung des Platzes neben der ATSV-Halle aufgenommen werden. Im kommenden Jahr soll die Stadt dann 800 000 Euro aufbringen, um den Platz zu sanieren.So soll die Stadt "ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen", fordert die SPD Alt-Saarbrücken. Der städtische Sportplatz werde nicht nur "von einem der größten Sportvereine im Saarbrücker Raum genutzt", dem 1700 Mitglieder starken ATSV, auch zehn Schulen nutzen ihn zum Sportunterricht, argumentiert Hanselmann.


"Seit 2007 sind für die Sanierung des städtischen Sportplatzes keine Gelder mehr genehmigt worden. Der verwahrloste Zustand mitsamt seinen vorhandenen Schlaglöchern ist nicht nur für die Vereinsmitglieder des ATSV, sondern auch als Stätte für den Schulsport nicht zumutbar", sagt er. Mit dem ATSV müsse auch über die Sanierung von dessen "maroder Halle" gesprochen werden, fordert die SPD. Der Verein könne eine Modernisierung des Gebäudes "nicht annähernd" alleine bezahlen. Die Stadt müsse "trotz Sparzwängen ein Interesse daran haben, in ihre wohnortnahe Infrastruktur zwischen den existierenden Wohngebieten und den Neubaugebieten 'Bellevue 2.0' und 'Am Franzenbrunnen' zu investieren", sagt Hanselmann.

Schließlich werde die Halle "nicht nur sportlich genutzt", sondern trage "auch wesentlich als kultureller Treffpunkt zum gesellschaftlichen Leben im Stadtteil bei".

Die Stadtverwaltung machte der SPD gestern wenig Hoffnungen, dass viel Geld für den Platz lockergemacht werden kann. Kleinere Arbeiten können "im Rahmen der normalen Instandhaltung erledigt werden", teilte Stadtsprecher Thomas Blug auf SZ-Anfrage mit. "Eine grundlegende Erneuerung ist aber nicht machbar", sagt er. Zumal es in der Stadt noch andere Plätze gibt, die saniert werden müssen - zum Beispiel der am Waldhaus.

Was die Halle angeht, sei dem ATSV bereits Ende des vergangenen Jahres mitgeteilt worden, dass es einen Zuschuss von 250 000 Euro für die Modernisierung der Halle geben wird - allerdings erst 2016. Mehr sei nicht machbarFoto: Bellhäuser