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4:0 - FCS-Frauen stecken Probleme professionell weg

Saarbrücken. "Wir bleiben euch Mädels treu", war auf einem Banner an der Tribüne des Stadions am Kieselhumes zu lesen. Gemeint waren damit die Abgänge von fünf wichtigen Spielerinnen (die SZ berichtete). Dementsprechend unterstützten die 450 Fans die Frauenfußballerinnen des 1. FC Saarbrücken. Mit Erfolg. Der FCS fuhr gestern im vorletzten Heimspiel der Saison in der 2 Von SZ-Mitarbeiter Jan Morawski

Saarbrücken. "Wir bleiben euch Mädels treu", war auf einem Banner an der Tribüne des Stadions am Kieselhumes zu lesen. Gemeint waren damit die Abgänge von fünf wichtigen Spielerinnen (die SZ berichtete). Dementsprechend unterstützten die 450 Fans die Frauenfußballerinnen des 1. FC Saarbrücken. Mit Erfolg. Der FCS fuhr gestern im vorletzten Heimspiel der Saison in der 2. Bundesliga Süd einen ungefährdeten 4:1 (3:0)-Sieg gegen die SG Wattenscheid 09 ein. Die Tore für die Saarbrückerinnen erzielten Dzsenifer Marozsan (1:0, 38.; 3:0, 44.), Nadine Keßler (2:0, 41.) und Christina Arend (4:0, 50.). Den Endstand markierte Gästespielerin Jennifer Ninaus (68.).Obwohl das Spiel zu Anfang keine Spannung bot und die Fans auch dementsprechend lustlos zuschauten, schwenkte die Stimmung nach der Führung beinahe ins Euphorische. Marozsans Führung durch einen Schuss aus 20 Metern in den Winkel löste den Knoten bei Fans und Mannschaft. Wattenscheid wirkte in den letzten Minuten vor der Halbzeit völlig konzeptlos, was der FCS zu nutzen wusste und das Spiel noch vor der Pause entschied. Durch ansehnlichen Kombinationsfußball wurde die Abwehr der Gäste vor allem von der starken Marozsan und von Nadine Keßler überrumpelt.Nach dem 4:0 gleich nach der Pause verwalteten die Saarländerinnen das Ergebnis und fingen sich nur noch ein Gegentor ein. Von den Fans gab es nach dem Schlusspfiff stehende Ovationen für das Team. Auch für FCS-Trainer Winfried Klein war es ein "völlig verdienter Sieg. Trotz externer Probleme ist diese Mannschaft völlig intakt und steckt alles professionell weg", lobte Klein. Trotz des 3:0 des VfL Sindelfingen gegen Dirmingen denkt der Trainer nicht ans Aufgeben. "Ich bin immer noch vom Aufstieg überzeugt, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt", zeigte sich Klein kämpferisch. FCS-Abwehrspielerin Stephanie Kaiser hatte ein schwieriges Spiel erlebt: "Die schwüle Hitze war unangenehm. Erst nach dem 1:0 konnten wir befreit aufspielen, weil Wattenscheid aufgemacht hat." > siehe auch Seite D 3