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27 109 Menschen auf Jobsuche

Regionalverband. "Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer im Regionalverband Saarbrücken ist zum Jahresende saisonbedingt gestiegen. In den Wintermonaten wird hauptsächlich in den witterungsabhängigen Branchen kaum Personal eingestellt." Das meldete die Bundesagentur für Arbeit, als sie am Donnerstag die Arbeitsmarktzahlen für den Dezember vorlegte

Regionalverband. "Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer im Regionalverband Saarbrücken ist zum Jahresende saisonbedingt gestiegen. In den Wintermonaten wird hauptsächlich in den witterungsabhängigen Branchen kaum Personal eingestellt." Das meldete die Bundesagentur für Arbeit, als sie am Donnerstag die Arbeitsmarktzahlen für den Dezember vorlegte.Ende Dezember waren laut Bundesagentur im Regionalverband 14 590 Personen arbeitslos gemeldet, 250 mehr als im November und rund 580 mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Arbeitsuchenden im Regionbalverband stieg auf 27 109. Dazu gehören - laut Bundesagentur - auch "Personen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen und sich verändern möchten". Die Arbeitslosenquote betrug 9 Prozent (Vorjahr: 8,6 Prozent). Im Jahresdurchschnitt waren nach Angaben der Agentur 14 730 Personen arbeitslos gemeldet, 3,3 Prozent weniger als 2011. Weiter teilte die Agentur mit: Rund 1 110 Personen haben sich im Dezember nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet, und 643 konnten in den vergangenen vier Wochen die Arbeitslosigkeit wieder beenden. Im Dezember waren 7 966 Männer arbeitslos gemeldet, 292 mehr als im November und rund 430 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist um 41 auf 6 624 gesunken und lag um 145 höher als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vormonat hat sich die Zahl der jungen Arbeitlosen (unter 25 Jahre) leicht um 7 auf 1 430 verringert, das waren 282 mehr als im Dezember 2011. Bei den 50- bis unter 64-Jährigen dagegen ist die Arbeitslosigkeit gegenüber November gestiegen. Hier waren 4 259 Personen arbeitslos gemeldet, 105 mehr als im Vormonat und rund 160 mehr als vor einem Jahr. 5 486 Menschen, 21 mehr als im November, waren bereits länger als ein Jahr ohne Beschäftigung.



Die Zahl der arbeitslosen Menschen in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) ist gegenüber dem Vormonat um 146 auf 3 583 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Anstieg um 24,5 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (SGB II) ist um 105 auf rund 11 010 gestiegen, was einen leichten Rückgang gegenüber Dezember 2011 um 1,1 Prozent bedeutet. Der Agentur und dem Jobcenter wurden im Dezember rund 600 neue Stellen gemeldet, 23,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Am Monatsende waren noch 2 510 Stellen offen.

Die Agenturfiliale Sulzbach, zuständig für Sulzbach, Friedrichsthal und Quierschied verzeichnete 1 581 Arbeitslose (plus 24 zum Vormonat) und damit eine Quote von 7,6 Prozent.

Stichwort

Arbeitslose und Arbeitsuchende sind Begriffe, die in der Sprache der Bundesagentur für Arbeit eine genau definierte Bedeutung haben - und diese Bedeutung unterscheidet sich stark von dem, was die Bürger darunter verstehen.

Als Arbeitslose bezeichnet die Agentur Leute, die keinen Job haben, sich bei der Agentur als "arbeitsuchend" gemeldet haben und ihr dauernd nachweisen, dass sie ständig Bewerbungen verschicken und Vorstellungsgespräche haben.

Als Arbeitsuchende bezeichnet die Agentur erstens die Gruppe der Arbeitslosen; zweitens Leute, die nur noch ihre Kündigungsfrist abarbeiten; drittens Leute, die als Selbstständige Geld verdienen, aber eine Anstellung suchen; viertens Leute, die Hartz-IV vom Jobcenter beziehen und dort als "erwerbsfähige Hilfebedürftige" eingestuft sind.

Spricht die Agentur für Arbeit also von Arbeitslosen, dann meint sie ausschließlich Menschen, die gemäß der Agenturvorschrift nachweislich konsequent Arbeit suchen.

Unterbeschäftigt sind laut Agentur erstens die "registrierten Arbeitslosen", zweitens "Teilnehmer an bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen", drittens "die Nutzer von vorruhestandsähnlichen Regelungen". fitz