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1300 Häuslebauer bekommen zu viel bezahlte Mehrwertsteuern zurück

St. Wendel. 1300 Kunden der Wasser- und Energieversorgung Kreis St. Wendel (WVW) erhalten in den nächsten Tagen einen Brief mit erfreulichem Inhalt. Sie bekommen Geld zurück. Alle WVW-Kunden die zwischen August 2000 und 2009 einen Wasserhausanschluss bekommen haben, erhalten einen Teil der dafür erhobenen Mehrwertsteuer zurück, erklärt WVW-Geschäftsführer Joachim Meier (Foto: SZ)

St. Wendel. 1300 Kunden der Wasser- und Energieversorgung Kreis St. Wendel (WVW) erhalten in den nächsten Tagen einen Brief mit erfreulichem Inhalt. Sie bekommen Geld zurück. Alle WVW-Kunden die zwischen August 2000 und 2009 einen Wasserhausanschluss bekommen haben, erhalten einen Teil der dafür erhobenen Mehrwertsteuer zurück, erklärt WVW-Geschäftsführer Joachim Meier (Foto: SZ). Am 8. Oktober 2008 hatte der Bundesfinanzhof eine Entscheidung des Bundesfinanzverwaltung aus dem Jahr 2000 gekippt (wir berichteten). Die hatte damals den Mehrwertsteuersatz für Wasserhausanschlüsse von sieben auf den vollen Satz von 16 Prozent (19 Prozent ab 1. Januar 2007) heraufgesetzt. Für Wasserhausanschlüsse gilt nun wieder wie für Trinkwasser der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent. Im April 2009 hat das Bundesfinanzministerium die verwaltungstechnischen Voraussetzungen für die Rückerstattung getroffen.Obwohl sie rechtlich nicht dazu verpflichtet sei, übernimmt die WVW im Interesse ihrer Kunden die Rückerstattung. Am Montagabend unterzeichnete Meier die ersten Schecks, die in den nächsten Tagen den Kunden zugestellt werden. Insgesamt rund 285 000 Euro zahlt die WVW in den kommenden Wochen aus. Das ausgezahlte Geld will die WVW mit ihrer Steuerschuld verrechnen. Die Rückerstattung verursache bei der WVW zusätzliche Personal- und Sachkosten von bis zu 10 000 Euro, die nicht an die Finanzverwaltung, weitergreicht werden können, sagte Meier.Da jeder der rund 1300 Fälle einzeln geprüft und abgerechnet werden muss, bittet Meier betroffene Kunden um Geduld. Bei allen Kunden, bei denen die ehemalige Rechnungsadresse mit der heutigen Wohnadresse übereinstimmt, werde die Rückerstattung rasch über die Bühne gehen. Ansonsten seien die Mitarbeiter der WVW bemüht, die Adressen und Unterlagen zu beschaffen. Betroffene, die bis Ende Mai nicht benachrichtigt wurden, sollten sich an die WVW wenden. Kontakt: WVW, Telefon (068 51) 8 00 30 oder per E-Mail: info@wvw.de.