| 21:03 Uhr

Innere Sicherheit
128 neue Polizisten beginnen ihre dreijährige Ausbildung

Illingen. 128 Kommissar-Anwärter der saarländischen Polizei sind gestern bei einer Feierstunde in der Illinger Illipse vereidigt worden. Die angehenden Studenten hatten sich in einem umfangreichen Auswahlverfahren aus Sporttest, schriftlichem Test, Vorstellungsgespräch und polizeiärztlicher Untersuchung unter insgesamt 843 Bewerbern durchgesetzt. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

Vor ihnen liegt nun eine gut dreijährige Ausbildung mit einem Studium an der Fachhochschule (FH) für Verwaltung in Göttelborn sowie Praktika bei Dienststellen der Polizei. Innenminister Klaus Bouillon (CDU) sagte, vor den Anwärtern lägen nun drei aufregende Jahre, die nicht immer leicht sein würden.


Wenn die 128 jetzt eingestellten und vereidigten Anwärter fertig ausgebildet sind, also im Jahr 2022, werden sie nach heutiger Schätzung 112 Beamte ersetzen, die dann in den Ruhestand gehen oder aus anderem Grund die Polizei verlassen. Unter dem Strich wird die saarländische Polizei 2022 also erstmals seit vielen Jahren wieder leicht wachsen. Bis dahin setzt sich der 2012 aufgrund der Schuldenbremse beschlossene Stellenabbau allerdings noch weiter fort.

Unter den 128 Anwärtern sind 62 Frauen. Der Frauenteil beträgt somit 48 Prozent, deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren. Bezogen auf alle Polizeibeamten des Landes hat sich der Frauenanteil seit sieben Jahren auf 22 Prozent verdoppelt. Bis 2021 wird er nach einer Prognose des Landespolizeipräsidiums auf ungefähr 30 Prozent steigen.



Die Zahl der nun vereidigten Anwärter wurde kurzfristig von 124 auf 128 aufgestockt, weil vier Anwärter aus dem Einstellungsjahrgang 2017 wegen schwacher Klausurnoten an der FH aus dem Dienst entlassen wurden. In den nächsten beiden Jahren sollen nach den Plänen der CDU/SPD-Landesregierung jeweils 124 Anwärter eingestellt werden.