Saarland will zusammen mit anderen Ländern die Jagd nach Intensivtätern forcieren

Länderübergreifende Zusammenarbeit : Saarland will Jagd nach Intensivtätern forcieren

Die Saar-Polizei kooperiert enger mit anderen Bundesländern beim Kampf gegen Kriminalität. Dabei geht es etwa um Drogen- und Sexualdelikte.

Das Saarland will zusammen mit Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum sorgen und Straftaten bekämpfen. Auf der Innenministerkonferenz in Kiel unterzeichnete der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (CDU) am Freitag mit seinen vier Amtskollegen eine entsprechende Kooperationsvereinbarung.

Vorgesehen sind unter anderem gemeinsame Fahndungs- und Kontrollaktionen, die Verbesserung des Austauschs von Informationen der Polizei sowie Präventionsmaßnahmen zur Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung. Auch wollen die Länder Mehrfach- und Intensivtäter gemeinsam stärker ins Visier nehmen. Nach Bouillons Angaben soll die Zusammenarbeit unter anderem den Kampf gegen Drogenhandel, Sexualdelikte, Kinderpornografie, Schleuserkriminalität oder Automatensprengungen verstärken. Hier gebe es bei der länderübergreifenden Zusammenarbeit noch „Luft nach oben“. Geplant sei auch, dass benachbarte Polizei-Dienststellen im Saarland und in der Pfalz Beamte austauschen, etwa St. Wendel/Kusel oder Homburg/Zweibrücken. Bouillon zeigte sich sicher, dass die Vereinbarung das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärken werde. Nur durch intensive und länderübergreifende Zusammenarbeit könne Kriminalität erfolgreich bekämpft werden. Schon 2016 hatten die fünf Länder eine Vereinbarung für eine bessere Zusammenarbeit im Kampf gegen Einbrecherbanden abgeschlossen.

In Kiel einigten sich die Innenminister außerdem darauf, dass Haus- und Wohnungsbesitzer künftig auch bei Neubauten Geld für Einbruchsschutz erhalten sollen. Zudem sollen Verbreitung, Erwerb und Besitz von Kinderpornografie härter bestraft werden.