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Saarland will Masterplan für Senioren

Masterplan für Senioren : Saar-Regierung arbeitet an Masterplan für Senioren

Die saarländische Landesregierung arbeitet derzeit an einem „Masterplan für Senioren“, der bis spätestens 2022 vorliegen soll. Das kündigte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) jetzt bei der Jubiläumsveranstaltung „20 Jahre Landesseniorenbeirat Saarland“ in der Saarbrücker Luminanz an.

Ziel des Plans soll es sein, älteren Menschen mehr Mobilität, beispielsweise über einen besser funktionierenden öffentlichen Nahverkehr, mehr soziale Kontakte gegen Vereinsamung, mehr Sicherheit zu Hause und auf der Straße sowie mehr Unterstützung bei der Digitalisierung und mehr technische Hilfen für Pflege zu bieten. Dazu sollten auch pflegende Angehörige – heute allerdings selbst schon mit einem Durchschnittsalter von 58 Jahren – künftig besser unterstützt werden.

Hans betonte, bereits jetzt sei fast jeder vierte Saarländer älter als 65 Jahre. Unter diesen knapp 234 000 Senioren sind laut der Sozialwissenschaftlerin Prof. Martha Meyer von der HTW Saarbrücken 37 000 Pflegebedürftige. Meyer plädierte in ihrem Vortrag für ein Gesamtkonzept zur besseren Teilhabe älterer Menschen, an dem alle Ministerien des Landes, die Kreise und Kommunen sowie der Landesseniorenbeirat und andere Bürgervertretungen mitarbeiten sollten. Zudem forderte sie auch für das Saarland ein Seniorenmitwirkungsgesetz.

Der Vorsitzende des Landesseniorenbeirates, Gerhard Ballas, und der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Seniorenbeiräte, Lothar Arnold, nannten ihre Vereinigungen „politische Organe für die Durchsetzung der Belange älterer Menschen“. So sei man Impulsgeber für inzwischen 170 ehrenamtliche Sicherheitsberater und 22 kommunale Senioren- oder Generationsbeiräte im Saarland gewesen. Zudem arbeite die Mitgliedsvereinigung Europ‘age Saar-Lor-Lux generationsübergreifend und grenzüberschreitend nach Frankreich und Luxemburg, lobte Regierungschef Hans.