1. Saarland

Saarland kaum vertreten by WWF-Aktion "Earth hour"

WWF Earth hour am Samstag, 30. März, 20.30 bis 21.30 Uhr : Im Saarland bleiben die meisten Lichter an

Während im Saarland seit Wochen tausende von Schülern, Eltern und Lehern bei den „Fridays for Future“ für eine bessere Klimapolitik auf die Straßen gehen, ist das kleine Bundesland bei der „Earth hour“ des WWF zum Stromsparen nur schwach vertreten.

Die Umweltschutz-Organisation WWF hat weltweit dazu aufgerufen, am heutigen Samstag, 30. März, zwischen 20.30 und 21.30 Uhr (MEZ) den Stromverbrauch möglichst auf null herunterzufahren. Damit soll ein Zeichen gesetzt werden gegen die für das Klima und die Umwelt schädliche Verstromung von Kohle, Uran, Gas oder Öl.

Doch im Saarland machen nach WWF-Angaben nur die Städte Wadern und Homburg mit, von Firmenseite ist demnach allein der Centerparcs am Bostalsee dabei und wird seine Lichter in der „Stunde der Erde“ heute Abend herunterdimmen. Auf Anfrage der SZ beim Präsidenten des Saarländischen Städte- und Gemeindetages (SSGT), dem Neunkircher Oberbürgermeister Jürgen Fried (SPD), ob das SSGT-Präsidium die 52 Saar-Kommunen zu einer Teilnahme an der WWF-Stromsparaktion aufrufe, teilte der SSGT mit, dass sich das Präsidium  mit dem Thema noch nicht befasst habe. Saar-Energieministerin Anke Rehlinger (SPD) nannte auf SZ-Anfrage keine Landeseinrichtungen, die heute Abend eine Stunde den Stromverbrauch herunterfahren. „Solche symbolischen Aktionen sind gut, um öffentlich auf das Thema aufmerksam zu machen, daher begrüße ich das“, sagte Rehlinger. Noch wichtiger sei aber, täglich und strukturell auf Energieeffizienz und Stromsparen zu achten. Wir haben mit der Energieberatung von ARGE Solar dafür einen guten Weg eingeschlagen, indem wir Hilfestellung geben, dauerhaft Energie einzusparen“, sagte Rehlinger. Die Geschäftsführerin des Essener Energie-Konzerns Eon, Victoria Ossadnik, sagte, im Saarland ließen sich in der einen Stunde 223 424 Kilowattstunden Strom einsparen, wenn jeder Haushalt mitmachen würde.