Saarland: Hans warnt beim Neujahrsempfang vor Job-Abbau wegen Umweltschutz

Wirtschaftskraft : Hans warnt vor Job-Abbau wegen Umweltschutz

Der Ministerpräsident bekennt sich beim Neujahrsempfang klar zum Industriestandort Saarland.

Angesichts anhaltend scharfer Debatten um Grenzwerte für Auto-Abgase im Zuge des Dieselskandals warnt der saarländische Regierungschef Tobias Hans (CDU) vor einer „schleichenden DWirtschaftseindustrialisierung“ im Namen des Umweltschutzes. Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft seien „nicht weniger wichtig für die Zukunft der Menschen in unserem Land“, erklärte der Ministerpräsident gestern Abend bei seinem ersten Neujahrsempfang vor gut 1800 Gästen in der Saarbrücker Saarlandhalle. „Ich stehe für Umwelt- und Klimaschutz durch industriellen Fortschritt und nicht durch industriellen Rückbau“, betonte Hans. Das Gebot der Stunde sei es, den Industriestandort Saarland „zukunftsweisend“ fortzuentwickeln.

Vor allem zur Bewältigung des Strukturwandels in der Automobilbranche werde die Landesregierung bei den Fahrzeugherstellern „offensiv“ mit der Forschungskompetenz des Saarlandes um Investitionen werben. Bereits seit Monaten loteten führende saarländische Wissenschaftler beispielsweise Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Forschern des Autobauers Ford aus. „Nur so können wir im Standortwettbewerb bestehen. Nur so werden wir den Strukturwandel im Saarland meistern“, sagte Hans.

Insgesamt setze die Landesregierung weniger auf „die eine große Leitinvestition“ der öffentlichen Hand, sondern auf viele private Investoren. Hans nannte unter anderem die Beteiligung von Google am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, die Ansiedlung des Küchenherstellers Nobilia in Saarlouis und die Gründung des Helmholtz-Zentrums für Cyber-Sicherheit in Saarbrücken.

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