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Saarland: Die 10 schönsten Wanderwege

Tipps der SZ-Redaktion : Zehn schöne Wanderwege im Saarland

Traumschleifen, Premiumwanderwege oder Tafeltouren – das Saarland hat unzählige Wanderwege zu bieten. Damit sowohl erfahrene Wanderer als auch Anfänger fündig werden, hat die SZ zehn schöne Wander-Routen zusammengestellt.

Nicht umsonst gehören die Wanderwege im Saarland zu den schönsten Deutschlands. Bereits mehrfach konnten sich die Traumschleifen bei den offiziellen deutschen Meisterschaften der Wanderwege die Auszeichnung als „Wanderweg des Jahres“ sichern. Eine Wanderung bietet sich als kurze Auszeit in der Natur oder Ausflug am Wochenende an. Mit passender Kleidung muss man hierfür auch nicht auf das perfekte Wetter warten. Egal, ob Anfänger oder Profi, im Saarland findet jeder einen geeigneten Wanderweg.

Wandern im Saarland: Das sind einige der schönsten Traumschleifen

Das Saarland kann mit insgesamt 111 Traumschleifen zwischen sechs und 20 Kilometern glänzen. Wanderer und Naturfreunde können die Umgebung der Wanderwege erkunden, die so angelegt sind, dass sie denselben Start- und Zielpunkt haben. Auf gut ausgeschilderten Rundwegen kann man sich so voll und ganz auf die Natur konzentrieren.

1. Der „Gisinger“-Wanderweg durch Streuobstwiesen und Waldpassagen

„Der Gisinger“ startet am Wanderparkplatz in der Gaustraße 46 in Gisingen-Wallerfangen. Eine Wanderung auf dem elf Kilometer langen Weg dauert durchschnittlich dreieinhalb Stunden und wird als mittelschwer beschrieben. Die Route mit 295 Höhenmetern führt an einem Weiher vorbei hinauf auf den Gallenberg. Von dort aus kann man einen Blick über den Saargau genießen. Neben weiteren Höhepunkten laufen Wanderer hier durch Streuobstwiesen, Waldpassagen und entlang der Wasserläufe. Ein weiteres Highlight ist hier das Lothringer Bauernhausmuseum.

 Unterwegs auf dem Gisinger.
Unterwegs auf dem Gisinger. Foto: Alfred Schmitt

2. Die „Bietzerberger“-Traumschleife im Naturschutzgebiet

Mit 18,9 Kilometern ist die „Bietzerberger“-Traumschleife in Merzig ein Stück länger. Starten kann man an drei Standorten: Am unteren Mühlental an der B 51 in der Nähe des Bundesbahnhaltepunktes Fremersdorf, am Waldparkplatz an der Verbindungsstraße Merchingen-Honzrath und auf dem Parkplatz „Fischberghaus“ oberhalb von Beckingen. Auf dem mittelschweren und abwechslungsreichen Weg ist man etwa sechs Stunden unterwegs. Wanderer können sich auf Wege durch Wälder und Wiesen, Bachläufe, schöne Aussichtspunkte, aber vor allem auf eine üppige Flora und Fauna im Naturschutzgebiet freuen.

3. Rundwanderweg „Felsenweg“ mit Barfußpfad

Der Rundwanderweg „Felsenweg“ in Waldhöhlzbach lässt erahnen, worauf sich Wanderer hier besonders freuen können. Die Auszeichnung als „Wanderweg des Jahres 2005“ und die Bewertung mit 96 Erlebnispunkten durch das Deutsche Wanderinstitut machen deutlich, dass es sich hierbei um einen der schönsten Wanderwege im Saarland handeln muss. Auf 13,5 Kilometern können Wanderer Felsformationen bestaunen, entlang von Bachläufen wandern und den Barfußpfad genießen. Die Route wird zudem durch die Reste der mittelalterlichen Römerburg und schöne Aussichtspunkte bereichert. Startpunkt ist das Feuerwehrgerätehaus in der Kurstraße 9 in Waldhölzbach.

4. „Vauban-Steig“ mit Ausblick von der Teufelsburg

Auch der „Vauban-Steig“ hält viele sehenswerte Orte in der Natur bereit. Der mittelschwere Wanderweg beginnt am Flugplatz Düren in Saarlouis. 12,1 Kilometer führt die Traumschleife über schmale Pfade zwischen dem Saarland und Lothringen. Während der viereinhalbstündigen Tour sind die „Drei Kapuziner“, ein gallo-römisches Relief aus Buntsandstein, sowie die Teufelsburg zu entdecken. Auf der Teufelsburg angekommen, kann man sich an einem wunderschönen Ausblick erfreuen.

 Die Teufelsburg bei Felsberg.
Die Teufelsburg bei Felsberg. Foto: Ruppenthal

5. Für einen Familienausflug: Der „Georgi-Panoramaweg“

Für einen Ausflug mit der Familie bietet sich der „Georgi-Panoramaweg“ in Weiskirchen an. Die familienfreundliche und als Premiumwanderweg ausgezeichnete Route erstreckt sich über 14 Kilometer. Auf der mittelschweren Traumschleife können Wanderer offene Wiesen und Felder, Bachläufe und Wälder bestaunen. Außerdem lassen sich Sumpfgebiete entdecken. Eine Pause kann man in der Rittscheidhütte einlegen. Der Panoramaweg kann von der Rittscheidhütte in Mitlosheim oder dem Batschweiler Weg in Weierweiler aus in Angriff genommen werden.

6. „Oppig-Grät-Weg“ in Losheim am See: Panoramaausblick und Wasserfall

Für erfahrene Wanderer lohnt sich die Traumschleife „Oppig-Grät-Weg“ in Losheim am See. Der schwere Wanderweg beginnt am Dorfplatz in Rimlingen und ist 13,5 Kilometer lang. Aufgrund der abwechslungsreichen Pfade ist hier ein geeignetes Schuhwerk erforderlich. Belohnt wird man mit Panorama-Ausblicken, eindrucksvollen Schluchten und einem Wasserfall.

 Der Oppig-Grät-Weg bei Rimlingen (Losheim am See) gehört zu den Premiumwanderwegen im Saarland.
Der Oppig-Grät-Weg bei Rimlingen (Losheim am See) gehört zu den Premiumwanderwegen im Saarland. Foto: Robby Lorenz

Wandern und Essen im Saarland: Auf diesen Tafeltouren lässt sich das am besten vereinen

Tafeltouren sind gesonderte Wanderwege, auf denen man das Wandern mit dem Essen verbinden kann. Egal, ob als Pause oder Belohnung am Ende der Wanderung, auf den Wegen der Tafeltour ist der Genuss von regionalem Essen garantiert. Die ausgewählten Restaurants sind mithilfe der weißen Schilder mit Kochmütze zu finden.

7. „Kirkeler Tafeltour im Bliesgau“

Eine dieser Routen ist die „Kirkeler Tafeltour“ im Bliesgau. Startpunkt der mittelschweren Wanderung ist der Wanderparkplatz am Naturfreundehaus in Kirkel-Neuhäusel. Entlang der 8,6 Kilometer langen Strecke lassen sich Buntsandsteinbänke, Kanzeln und Höhlen bestaunen. Auf Pfaden durch den Mischwald gelangt man zur Burgruine Kirkel, die auf Buntsandsteinfelsen thront. Damit die Wanderung auch zu einer Tafeltour wird, können Wanderer sich in „Ressmann's Restaurant“ in der Kaiserstraße 87 in Kirkel oder in der „Burgschenke“ in der Schlossbergstraße 8 belohnen.

8. „Saarschleife Tafeltour“ mit Panoramablick

Zu den schweren Tafeltouren gehört die „Saarschleife Tafeltour“. Die für erfahrene Wanderer geeignete Route beginnt an der Pfarrkirche St. Lutwinus in der Freiherr-vom-Stein-Straße in Mettlach. Auf 15,2 Kilometern hat dieser Wanderweg einiges zu bieten. Der Weg führt durch Waldpassagen und das Naturschutzgebiet Steinbach. Wanderer können hier aber noch weitere Highlights entdecken: Angefangen mit der Burg Montclair, über eine Fahrt mit der einzigen Fähre im Saarland und einem Panoramablick auf die Saarschleife. Einkehren und sich stärken können Wanderer im „Mettlacher Abteibräu“, im „Fährhaus Saarschleife“ oder in „Buchna's Landhotel“.

 Wandern auf der Saarschleifen-Tafeltour
Wandern auf der Saarschleifen-Tafeltour Foto: Mauritius te Dorsthorst

Abseits von Traumschleifen und Tafeltouren: Wo kann man im Saarland noch wandern?

9. Für einen Familienausflug: Der „Nahquelle-Pfad“ mit Wildgehege

Der „Nahquelle-Pfad“ gehört zu den leichten Wanderwegen und ist aufgrund seiner vielen Rastpunkte vor allem für Familien mit kleineren Kindern geeignet. Trotz der kürzeren Strecke von 5,5 Kilometern gibt es hier viel zu entdecken. Entlang der Strecke können sich Wanderer über Aussichtspunkte, Wassergräben und eine Menge Tiere freuen. Neben einem Wildgehege mit heimischen Tieren gibt es auch einen Teich mit Fischen sowie einen Bienenlehrpfad und ein Insektenhotel. Zudem enthält der Wanderweg einen Spielplatz für Kinder. Startpunkt der Route ist in Nohfelden-Selbach in der Primstalstraße. Hier führt ein Weg direkt zur Nahequelle.

10. Premiumwanderweg „Schlossberg-Tour“

 Zu Besuch in den Schlossberghöhlen in Homburg.
Zu Besuch in den Schlossberghöhlen in Homburg. Foto: Thorsten Wolf

Gleich zwei Highlights hat die „Schlossberg-Tour“ vorzuweisen: Den Wanderweg selbst und ein Besuch in den Schlossberghöhlen. Durch den Homburger Wald, vorbei an der Vauban-Festung, dem Schwanenweiher und der Ruine Merburg, haben Wanderer hier einiges zu bestaunen. Der ausgezeichnete Premiumwanderweg startet am Wanderparkplatz an der Ruine der Vauban-Festung. Als gebührendes Ende der Tour eignet sich ein Besuch in den erwähnten Schlossberghöhlen, die zu den größten Buntsandsteinhöhlen Europas gehören.