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Neue Rekordzahlen
Saarland bei Touristen beliebt wie noch nie

Die Saarschleife — das Wahrzeichen des Saarlandes.
Die Saarschleife — das Wahrzeichen des Saarlandes. FOTO: BeckerBredel / bub/fb
Saarbrücken. 1,1 Millionen Menschen machten 2017 im Saarland Urlaub. Auch bei den Übernachtungen gab es einen Rekord.

Im Saarland haben im vergangenen Jahr so viele Menschen Urlaub gemacht wie nie zuvor. Mit rund 1,1 Millionen Übernachtungsgästen konnte der Rekord aus dem Jahr 2016 nochmals um rund 44 000 in die Höhe geschraubt werden. Das teilte das Wirtschaftsministerium vor dem Hintergrund neuer Zahlen des Statistischen Amtes mit. Die Zahl der Übernachtungen insgesamt stieg den Angaben zufolge auf etwa 3,1 Millionen. Das bedeutet eine abermalige Steigerung von 2,3 Prozent. „Mit einer solchen Statistik im Rücken können die saarländischen Betriebe selbstbewusst in die diesjährige Saison gehen“, sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). Der Tourismus im Land sei auf dem besten Weg, seine hochgesteckten Ziele zu erreichen, betonte sie.


Politik und Tourismuswirtschaft haben sich vorgenommen, die Zahl der Übernachtungen bis zum Jahr 2025 auf 3,3 Millionen zu steigern. „Wir wollen kein Wachstum um jeden Preis, sondern mehr Klasse statt Masse“, sagte Rehlinger. Auf dieser Grundlage bestehe die Chance, die Einkommen aus der Branche auf 700 Millionen Euro pro Jahr zu steigern. „Nach der positiven Entwicklung des vergangenen Jahres ist das realistisch, und es leistet einen wichtigen Beitrag zum Wirtschaftsergebnis des Saarlandes insgesamt“, so die Ministerin.

Die Rekorde im Saarland spiegeln einen bundesweiten Trend. Mit 459,6 Millionen Übernachtungen (plus drei Prozent) wurde auch in Deutschland insgesamt eine nie dagewesene Marke geknackt, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Mit einem Anteil von etwa 30 Prozent werden nach Einschätzung der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen Urlaubsziele im Inland auch 2018 die Hitliste der Deutschen anführen. „Für alle Reisen gilt: Deutschland ist das Reiseziel Nummer eins“, sagte der Tourismusexperte Martin Lohmann.