Saarländischer Geschäftsmann wegen Bestechung verurteilt

Saarländischer Geschäftsmann wegen Bestechung verurteilt

Saarbrücken. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts hat gestern einen 54-jährigen Geschäftsmann aus dem Landkreis Saarlouis wegen Beihilfe zur Untreue, Bestechung und Vorteilsgewährung zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Der Angeklagte war Inhaber zweier Firmen, eine in Luxemburg, die andere auf den Namen seiner Lebenspartnerin in Merzig

Saarbrücken. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts hat gestern einen 54-jährigen Geschäftsmann aus dem Landkreis Saarlouis wegen Beihilfe zur Untreue, Bestechung und Vorteilsgewährung zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.Der Angeklagte war Inhaber zweier Firmen, eine in Luxemburg, die andere auf den Namen seiner Lebenspartnerin in Merzig. Er hatte gute Kontakte zur Stadt Wetzlar, besonders zum dortigen Bauhof. Mit dessen Leiter und einem Mitarbeiter des Tiefbauamtes kam er überein, Scheinrechnungen für nicht geliefertes Material auszustellen. Die Stadt Wetzlar bezahlte somit für nicht gelieferten oder ungeeigneten Reparaturasphalt fast 13 000 Euro. Mitarbeiter der Bauhöfe der Städte Saarbrücken und Dieburg sollen auch empfänglich gewesen sein.

Der Saarlouiser hat psychische Probleme und mehrere Klinikaufenthalte hinter sich. Er leidet unter Wahnvorstellungen und bezeichnet sich selbst als depressiv. Wohl unter dem Eindruck, dass er verfolgt werde, hat er sich in Saarlouis bei der Polizei selbst angezeigt. Ohne diese Anzeige wären die Straftaten wohl bis heute nicht aufgedeckt. jht