1. Saarland

Saarländische Fans feuern in Spa "ihren" Schumi an

Saarländische Fans feuern in Spa "ihren" Schumi an

St. Wendel. "Wir haben ein großes Ding geplant", sagt Kerstin Gehder aus Neipel. Die Vorsitzende des Ersten-Offiziellen-Michael-Schumacher-Fanclubs, Niederlassung Saarland, ist vom Comeback des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters begeistert. Gegenwärtig trommelt Gehder die Mitglieder zusammen, um Ende August zum Grand Prix ins belgische Spa-Francorchamps zu fahren

St. Wendel. "Wir haben ein großes Ding geplant", sagt Kerstin Gehder aus Neipel. Die Vorsitzende des Ersten-Offiziellen-Michael-Schumacher-Fanclubs, Niederlassung Saarland, ist vom Comeback des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters begeistert. Gegenwärtig trommelt Gehder die Mitglieder zusammen, um Ende August zum Grand Prix ins belgische Spa-Francorchamps zu fahren. Auf der Lieblingsstrecke des Rekordweltmeisters wollen die Fans "ihren" Schumi anfeuern. Zwei Drittel eines Ardennen-Campingsplatzes sei bereits gebucht, erzählt Gehder. Schumacher-Anhänger aus ganz Deutschland kämen dort zusammen. "Ich freue mich darauf wie ein kleines Kind, weil man dort alle Bekannten wieder treffen wird." Seit Michael Schumacher den Formel-1-Helm im Jahr 2006 an den Haken gehängt hatte, war Kerstin Gehder bei keinem Rennen mehr gewesen. "Wahnsinn", sei ihr erster Gedanke gewesen, als sie auf dem Laufband eines Fernsehsenders gelesen habe, dass Schumi sein Comeback gibt. Und wie sehen Schumachers Chancen nach rund drei Jahren Ferrari-Pause aus? Gehder: "Wartet mal ab. Der Schumi holt noch die Punkte." Die sieben ausstehenden Formel-1-Rennen sind der Fanclub-Vorsitzenden aber nicht genug. Sie wünscht sich, dass Schumi auch im nächsten Jahr in einem Ferrari-Boliden Vollgas gibt."Wenn Schumacher erfolgreich ist, wird Ferrari versuchen, dass er noch eine Saison dranhängt", sagt Fredy Reh, der Wirt der Gaststätte Bogart's in St. Wendel. Die Nachricht vom Comeback des Kerpeners habe ihn "überrascht". Reh ist der Meinung, dass mit Schumis Rückkehr das "Formel-1-Fieber in Deutschland wieder steigen" wird. Wie jedes Formel-1-Rennen werde auch der Große Preis von Europa, bei dem Schumi am 23. August zum ersten Mal wieder im Ferrari-Cockpit sitzen wird, im St. Wendeler Bogart's zu sehen sein. Dass deshalb zusätzliche Leute in seine Wirtschaft kommen werden, glaubt Reh nicht. Als Schumi um Formel-1-Weltmeisterschaften fuhr, seien an Renntagen zwischen "80 und 100 Leute" in die Güdesweiler Gaststätte Zum Flare gekommen, erzählt Inhaber Herbert Rauber. In dieser Saison hätten sich nur noch zwischen zehn und 15 Motorsport-Fans in der Wirtschaft eingefunden, um auf dem Flachbild-Fernseher die Rennen zu verfolgen. "Es kann möglich sein, dass jetzt wieder mehr Fans kommen", sagt Rauber, der sich auf Schumis Comeback freut."Ich finde es nicht so toll", sagt Paul Hillen zu Schumachers Rücktritt vom Rücktritt. Gänzlich überrascht sei er aber von der Nachricht nicht gewesen, die er am gestrigen Morgen in der SZ gelesen habe. "Geld kann es nicht sein. Er sucht die Herausforderung", sagt Hillen zu Schumachers Motivation. Das Comeback des Kerpeners will sich Hillen "in Ruhe" zu Hause anschauen. Dass Schumi sportlich noch mithalten kann, davon ist der St. Wendeler überzeugt."Irgendwie habe ich damit gerechnet", sagt Bernd Haßdenteufel aus St. Wendel zu Schumachers Formel-1-Rückkehr. Schumi wolle "Ferrari etwas zurückgeben". Haßdenteufel rechnet damit, dass für Schumacher sogar "noch ein Sieg drin sein könnte".