1. Saarland

Saarländer schicken Bildergrüße zu Matthias Maurer in die Raumstation

„Wir denken an Dich!“ : Saarländer schicken Bildergrüße zu Astronaut Maurer in den Orbit

Während sich Astronaut Matthias Maurer an die Schwerelosigkeit gewöhnt, versorgen ihn die SZ-Leser mit Infos aus der Heimat.

Seit zwei Wochen genießt Esa-Astronaut Matthias Maurer nun schon sein Leben in der Internationalen Raumstation (ISS). Nach dem Start, dem Andocken und den ersten spannenden Tagen im Weltraum kehrt langsam Alltag in der galaktischen Wohngemeinschaft ein. Wie der aussieht, zeigt ein Foto, das der Saarländer zur Erde geschickt hat. Es gibt Einblick in Knoten 3 (Tranquility), der im Jahr 2010 mit der Raumfähre Endeavour zur ISS befördert wurde. Dort befinden sich neben einem Lebenserhaltungssystem auch eine Toilette und Trainingsgeräte.

Auf Maurers Bild ist zu sehen, wie sich der amerikanische Astronaut Tom Marshburn gerade auf dem Laufband auspowert. Damit er bei seiner sportlichen Aktivität nicht davonschwebt, hat er sich mit Gurten festgeschnallt. Derweil geht sein Kollege Mark Vande Hei der Arbeit nach – ausgestattet mit Kopflampe, Schutzbrille, Maske und Handschuhen. Die aktuell jüngste Bewohnerin der Station, Kayla Barron, schwebt gut gelaunt im Hintergrund und Maurer selbst schaut sich die Szenerie „von oben“ an. „Ich fühle mich wie ein junger Vogel, dem Flügel gewachsen sind und der gerade das Fliegen lernt“, hatte er in seiner ersten öffentlichen Live-Schalte erzählt. Und angemerkt, dass es im Weltraum „wunderbar“ sei.

In zirka 400 Kilometern Höhe ist es die Hauptaufgabe des 51-Jährigen, in der Schwerelosigkeit zu forschen. Dennoch bleibt ihm genügend Zeit, um sich an der Schönheit unseres blauen Planeten zu erfreuen. Gleich nach seiner Ankunft auf der Raumstation, noch vor Beginn der Begrüßungszeremonie, durfte Maurer die Klappen des Aussichtsmoduls Cupola öffnen. Während er also den Blick nach unten genießt, schauen die Saarländer begeistert nach oben. Hobbyfotograf Anton Didas aus Theley hat beispielsweise Gefallen an den Farben gefunden, die die untergehende Sonne an den Himmel zaubert. Er ist überzeugt: „Wir können hier unten auch schöne Momente erleben, die nicht alltäglich sind.“

Auch Andreas Kirch aus Gronig hat seine Kamera nach oben gerichtet. Ihn hat es in den vergangenen Tagen auf den Momberg verschlagen – Maurers Lieblingsort im St. Wendeler Land. Auf dem Gipfel ist er Zeuge eines besonderen Naturschauspiels geworden: Während die Sonne hinter dem Horizont verschwand, tauchte bereits der Mond am Firmament auf. Und sogar die ISS sei zufällig vorbeigeflogen, wie der SZ-Leser mit einem Augenzwinkern berichtet.

Die Raumstation, das Universum, Astronauten und Raketen sind gerade auch das vorherrschende Thema bei den Kindern der Kita Schlaumäuse in Theley. Sie sind davon so begeistert, dass sie gemeinsam mit ihren Erziehern ein Weltraum-Projekt gestartet haben. Den Kindergarten haben die Jungen und Mädchen mit kosmischen Bildern und Fotos ihres Raumfahreridols dekoriert. „Jetzt fühlen wir uns selbst wie kleine Astronauten“, schreiben sie in einem Brief, der an Maurer gerichtet ist. Darin heißt es auch: „Da ja das Sankt-Martinsfest vor der Tür stand, war für uns klar, dass wir Raketen-Laternen basteln wollen. Mit unseren Laternenstäben haben sie so schön geleuchtet. Konntest Du sie von dort oben sehen? Hoffentlich erreichen Dich unsere Fotos und dieser Brief. Es würde uns so stolz machen, wenn Du von unserem Projekt erfährst und weißt: Wir denken an Dich! Wir hoffen, dass es Dir und deinen Astronauten-Freunden gut geht und Ihr wieder heil auf unserer Erde ankommt!“

Die Kinder der Kita Schlaumäuse Theley haben den ersten Teil der SZ-Aktion „Mir sprooche üwwerALL“ gewonnen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Mit diesen Bildern grüßen die Saarländer ihren Astronauten