1. Saarland

Saarforst sucht Natur- und Bürgernähe

Saarforst sucht Natur- und Bürgernähe

Saarbrücken. Die Reform des Saarforst Landesbetriebs, die zum 1. September in Kraft getreten ist, trägt in Teilen eine unverkennbar grüne Handschrift

Saarbrücken. Die Reform des Saarforst Landesbetriebs, die zum 1. September in Kraft getreten ist, trägt in Teilen eine unverkennbar grüne Handschrift. So ist unter anderem als "definiertes Betriebsziel" festgeschrieben, dass bei der Waldbewirtschaftung ökologische Ziele Vorrang vor ökonomischen haben, wie Umweltministerin Simone Peter (Grüne) gestern gegenüber der Presse erläuterte. Zugleich wird aber weiterhin daran festgehalten, dass das Betriebsergebnis zum Ende jeden Haushaltsjahres ausgeglichen ist.Priorität soll künftig außerdem die Bürgernähe genießen. Die Leiter jedes Forstreviers sind deshalb wieder für alle Aufgaben zuständig - von der Waldbewirtschaftung über die Brennholz-Bereitstellung bis hin zur Jagd. In der Vergangenheit wurde unterschieden zwischen Produktions- und Dienstleistungsförstern. Zugunsten der Übersichtlichkeit wurde zudem die Zahl der Forstreviere von 18 auf 33 erhöht, die jeweiligen Revierflächen also verkleinert (auf durchschnittlich 1500 Hektar). Die bisher getrennten Geschäftsbereiche Waldbau, Jagd und Naturschutz wurden zusammengelegt. Weitere Geschäftsbereiche sind Dienstleistungen/Liegenschaften, Verwaltung/Personal/Finanzen sowie Holzvermarktung und Energieholz.

Im Zuge der Reform ist es zu keinem Personalabbau gekommen, wie Umweltministerin Peter (Grüne) betonte. Der Saarforst-Personalratsvorsitzender Fred Koch lobte angesichts der Reform zudem "die intensive und sozial gerechte Zusammenarbeit mit allen Beschäftigten". Beim Saarforst Landesbetrieb sind insgesamt rund 200 Mitarbeiter beschäftigt.

Rund 38 Prozent der saarländischen Landesfläche sind bewaldet, das entspricht einer Fläche von etwa 90 000 Hektar. 40 000 Hektar davon sind Staatswald, 25 000 Hektar Kommunalwald (wovon rund 8000 Hektar im Auftrag der Kommunen vom Saarforst Landesbetrieb bewirtschaftet werden). Die übrigen 25 000 Hektar Wald befinden sich in Privatbesitz. jos