| 21:11 Uhr

Kritik an Essener Tafel
Saarbrücker Tafel schließt Migranten nicht aus

Saarbrücken/Essen. Ein Aufnahmestopp explizit für Migranten – mit dem die Lebensmitteltafel in Essen bundesweit für Empörung gesorgt hat – ist für die Saarbrücker Tafel kein Thema. Seit Januar nehme die Einrichtung gar keine neuen Bedürftigen außer Notfälle mehr auf, sagte ihr Vorsitzender, Uwe Bußmann, am Freitag. Geschätzt versorge man 4500 Menschen, rund 60 Prozent seien inzwischen Migranten.

Ein Aufnahmestopp explizit für Migranten – mit dem die Lebensmitteltafel in Essen bundesweit für Empörung gesorgt hat – ist für die Saarbrücker Tafel kein Thema. Seit Januar nehme die Einrichtung gar keine neuen Bedürftigen außer Notfälle mehr auf, sagte ihr Vorsitzender, Uwe Bußmann, am Freitag. Geschätzt versorge man 4500 Menschen, rund 60 Prozent seien inzwischen Migranten.


Die Essener Tafel hat angekündigt, wegen Überlastung vorerst nur noch deutsche Bedürftige neu aufzunehmen. Migranten, deren Anteil auf drei Viertel gestiegen sei, hätten vor allem ältere Kundinnen und Alleinerziehende zunehmend abgeschreckt. Bundesweit erregte der Schritt Kritik in Politik und Verbänden. Der Saarbrücker Tafel-Chef Bußmann erklärte, Probleme durch kulturelle Unterschiede gebe es in vielen Tafeln.