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Saarbrücker machen jetzt weniger Müll

Saarbrücker machen jetzt weniger Müll

Saarbrücken. Der Saarbrücker Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) verzeichnete nach dem Start des Müllwiegens im Januar einen Rückgang der Restmüllmenge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent. Erwartet hatten die Projektplaner einen Rückgang von nur 15 Prozent. Das sagte Umweltdezernent Kajo Breuer gestern im Rathaus

Saarbrücken. Der Saarbrücker Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) verzeichnete nach dem Start des Müllwiegens im Januar einen Rückgang der Restmüllmenge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent. Erwartet hatten die Projektplaner einen Rückgang von nur 15 Prozent.Das sagte Umweltdezernent Kajo Breuer gestern im Rathaus. Er zerstreute Befürchtungen, der Müll sei einfach in der Landschaft oder in Papierkörben statt in den Tonnen gelandet. "Das Problem gibt es, aber lange nicht so, wie es die Kritiker angenommen haben", sagte Breuer. Der Zuwachs beim illegal hinterlassenen Abfall mache nur 0,5 Prozent der Menge aus, die die Saarbrücker seit dem Start des Müllwiegens vermieden haben.

Im Februar lag die Abfallmenge bei 2310 Tonnen, 630 Tonnen unter dem Vorjahreswert, im März bei 2641 Tonnen und damit sogar 868 Tonnen und der März-Menge 2010. Der Januar blieb ausgeklammert. Der ZKE musste nämlich Abfuhren im Dezember wegen glatter Straßen ausfallen lassen und im Januar nachholen. Das hätte die Statistik verzerrt.

Fest steht für Breuer und ZKE-Chef Bernd Selzner auch, wie die meisten Saarbrücker ihre Mülltonnen entlastet haben. "Mit dem Rückgang der Restmüllmenge stieg das Sammel-Ergebnis bei Altpapier und Bioabfällen", sagte der Umweltdezernent.

Die Mengen in der grünen Tonne und bei der Grünschnittsammlung erhöhten sich im Schnitt um zehn Prozent. Um 18 Prozent wuchsen die Liefermengen in den Wertstoffzentren.

In die gelben Säcke füllten die Saarbrücker 27 Prozent mehr ein. Die Altglas-Sammelmenge wuchs um 46 Prozent. Zwei Beispiele, dass vor dem Wiegen zu viel Falsches im Abfall lag. Breuer sagte, nur 66 Prozent des Abfalls, der in den Tonnen landete, hätten dort auch hineingehört.

Bis Juni bekommen die Grundstückseigentümer per Post eine Zwischenbilanz über ihre Müllmenge. Später können die Eigentümer ihre aktuellen Mengen dann im Internet abrufen.

zke-sb.de