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Angelika Lauriel und ihr neues Buch: Zum Verlieben eine Woche nach Metz

Angelika Lauriel und ihr neues Buch : Zum Verlieben eine Woche nach Metz

Angelika Lauriel schreibt jetzt auch noch als Laura Albers. Ihr erster Liebesroman ist gerade erschienen.

Dass Angelika Lauriel einmal als Autorin arbeiten würde, hätte sie nicht gedacht. „Ich habe immer gesagt, das ist eine brotlose Kunst. Und das ist es ja auch“, erzählt die Heusweiler Schriftstellerin lachend. Trotzdem hat sie  mittlerweile elf Bücher auf dem Markt.

Angelika Lauriel arbeitete allerdings schon immer gerne mit Sprachen, studierte nach dem Abitur am Institut für Übersetzen und Dolmetschen an der Universität in Saarbrücken. Sie arbeitete an ihrer Promotion, heiratete und wurde Mutter dreier Söhne. Aber irgendwann ist es dann doch passiert. „Es muss im Jahr 2006 gewesen sein. Ich träumte immer wieder zwei Szenen, die mich nicht mehr losgelassen haben. Und da habe ich diese beiden Szenen zuerst aufgeschrieben und dann zu einem Fantasy-Roman miteinander verwoben“, sagt Angelika Lauriel.

Bis heute liegt dieser Roman allerdings nur auf ihrem Rechner. „Es ist eine schöne Geschichte. Aber es ist ein Anfängerwerk“, erklärt sie, warum sie sich mit diesem Roman nie bei einem Verlag beworben hat. Trotzdem war dieser Roman die Initialzündung für Angelika Lauriel, denn das Schreiben hat sie nicht mehr losgelassen. Sie liebt es.

„Im Jahr danach wurde ich Mitglied im Autorenforum Montségur. Das war eine große Motivation für mich“, berichtet sie weiter. Dort lernte die sympathische Frau mit den dunklen Haaren und wachen Augen andere Schriftsteller kennen, und erhielt auch den einen oder anderen Tipp. So zum Beispiel den, dass der Langenscheidt-Verlag eine Autorin für eine deutsch-französische Kinderkrimireihe suchte.

Angelika Lauriel erhielt den Auftrag, zwei dieser Kinderkrimis zu schreiben. „Da ich gerne darüber schreibe, was ich kenne, habe ich die Handlung ins Saarland gelegt. Der Verlag war froh, dass die Geschichte endlich mal nicht in Paris gespielt hat.“ Die Reihe wurde eingestellt, aber die beiden Bücher von Angelika Lauriel haben sich gut verkauft, darauf ist sie noch heute etwas stolz.

In den folgenden Jahren hat Angelika Lauriel fünf weitere Bücher geschrieben, darunter Saarlouis-Krimis, Familienromane und Fantasy-Romane für Kinder. Sogar ein Saarland-Führer war dabei. Dafür schreibt Angelika Lauriel ungefähr 100 Seiten im Monat, und bereitet sich akribisch auf ihre neuen Geschichten vor. „Zuerst entwickle ich die Charaktere der Hauptpersonen, lege ihr Aussehen, ihre Herkunft und ihre Psychologie fest. Dann führe ich manchmal sogar Interviews mit den Protagonisten“, erzählt sie und lacht.

Jedes Buch, das sie geschrieben hat, macht sie schneller, professioneller. Sie erhält auch gute Rezensionen, hat sich im Laufe der Jahre eine kleine Fangemeinde aufgebaut. Trotzdem ist es oft schwer, einen Verlag zu finden. „Da hat sich in den letzten Jahren sehr viel verändert. Das ist eine sehr schwierige Situation, auch mit und für die Verlage“, erzählt sie.

Denn die Leser kaufen die Bücher zunehmend elektronisch, nicht mehr gedruckt. Dadurch werden viel mehr Bücher veröffentlicht, allerdings nicht in gedruckter Form. „Anfangs war es verpönt, ein Buch nur als E-Book herauszubringen. Jetzt ist das ganz normal“, erklärt sie dazu. Ihr neuestes Buch „Küssen auf Französisch“, liegt daher ebenfalls als E-Book vor, als Taschenbuch muss man es bestellen.

Für diese Art von Liebesromanen mit amüsanten Irrungen und Wirrungen nutzt die Autorin einen neuen Namen, Laura Albers. Der Roman „Ein Boss zum Verlieben - Küssen auf Französisch“ handelt von einer Deutschen aus Aachen, die sich in Metz in einen Kollegen verliebt, der aus Saint-Tropez stammt.

„Das meiste  spielt aber in Metz“, stellt Angelika Lauriel klar. Denn sie liebt Metz, hat für diesen Roman sogar eine Woche dort gewohnt, um alle Orte möglichst genau wiedergeben zu können. Als der Verlag von ihr verlangte, die Handlung nach Paris zu verlegen, habe sie sich geweigert. „Es ist eine besondere Stadt mit einer besonderen Atmosphäre. Das wollte ich nicht ändern.“

Und der nächste Roman? „An dem sitze ich schon, der soll zu Weihnachten erscheinen. Und die Protagonistin dieses Buchs lebt dann in Saarbrücken.“

„Laura Albers: Ein Boss zum Verlieben“, Untertitel: Küssen auf Französisch. Das Buch ist bereits als E-Book erhältlich bei www.digitalpublishers.de/ebooks. In diesen Tagen soll es auch als Taschenbuch bestellbar sein.

Premierenlesung von „Ein Boss zum Verlieben“ ist am Freitag, 15. September, 19 Uhr, im Rathausfestsaal in Heusweiler.

Das Cover des Romans.  Foto: Verlag

www.angelikalauriel.de