| 22:49 Uhr

Der Experte aus Dudweiler
Zum Thema Hund macht ihm niemand etwas vor

Bei Horst Kliebenstein aus Dudweiler dreht sich sehr viel ums Thema Hund. 
Bei Horst Kliebenstein aus Dudweiler dreht sich sehr viel ums Thema Hund.  FOTO: Thomas Seeber
Dudweiler. Was er liebt, das ist die Jagd, Wände voller Trophäen zeugen davon. Was er aber noch mehr liebt, das sind die Hunde.  Wir sind zu Gast bei Horst Kliebenstein in Dudweiler, als gerade die Welt-Hundeaustellung in Leipzig  mit 31 000 Exemplaren aller Rassen und Größen zu Ende gegangen ist. Der 80-Jährige – vor seinem Dasein als Rentner war er hauptberuflich als Produktmanager  der Firma Juchem in Eppelborn tätig – hat viel zu erzählen. Weil er seit Jahrzehnten alle Kontinente bereist. Und zwar als Wertungsrichter für Hunde. Vormals Präsident, ist er jetzt sogar Ehrenpräsident der FCI-Richterkommission. FCI ist die Abkürzung für Fédération Cynologique Internationale, also für den kynologischen Weltverband, zuständig für einheitliche Beschreibung von Hunderassen und Festlegung von Zuchtrichtlinien. Und Kynologie ist die Lehre von Rassen, Zucht, Pflege, Verhalten, Erziehung und Krankheiten der Haushunde.

Was er liebt, das ist die Jagd, Wände voller Trophäen zeugen davon. Was er aber noch mehr liebt, das sind die Hunde.  Wir sind zu Gast bei Horst Kliebenstein in Dudweiler, als gerade die Welt-Hundeaustellung in Leipzig  mit 31 000 Exemplaren aller Rassen und Größen zu Ende gegangen ist. Der 80-Jährige – vor seinem Dasein als Rentner war er hauptberuflich als Produktmanager  der Firma Juchem in Eppelborn tätig – hat viel zu erzählen. Weil er seit Jahrzehnten alle Kontinente bereist. Und zwar als Wertungsrichter für Hunde. Vormals Präsident, ist er jetzt sogar Ehrenpräsident der FCI-Richterkommission. FCI ist die Abkürzung für Fédération Cynologique Internationale, also für den kynologischen Weltverband, zuständig für einheitliche Beschreibung von Hunderassen und Festlegung von Zuchtrichtlinien. Und Kynologie ist die Lehre von Rassen, Zucht, Pflege, Verhalten, Erziehung und Krankheiten der Haushunde.



Horst Kliebenstein wuchs mit Hunden auf, sein Vater hatte Deutsche Schäferhunde und Zwergschnauzer. Im Alter von 16 Jahren legte er sich selbst einen ersten Vierbeiner zu und begann daraufhin auch mit der Hundezucht.  Allmählich kam Kliebenstein auch mit der Bewertung der Tiere in Berührung. Diese Tätigkeit, die zunächst in Deutschland mit der Begutachtung einiger weniger Rassen begann, sollte sich in den Folgejahren sehr viel mehr ausweiten, sodass der Mann aus Dudweiler  ab dem Jahr 1986 als „Allrounder“ galt. Das heißt: Er ist in der Lage, alle von der FCI aufgelisteten 438 Rassen auf den Prüfstand zu stellen und höchstrichterlich zu bewerten. Das große Wissen und Urteilsvermögen, das er sich zugelegt hatte, führte ihn in alle Welt. Nach Australien, Argentinien, nach Kanada und China, nach Malaysia und auf die Philippinen, nach Korea und nach Russland, nach Kenia und Neuseeland, um nur einige der als Wertungsrichter bereisten Länder zu nennen. 25 Welt-Hundeausstellungen kamen bei Horst Kliebenstein zusammen, an sie hat er beste Erinnerungen. In Erinnerung geblieben sind ihm auch die drei Tiere, die ihn in Ausübung seiner Tätigkeit gebissen haben. Kliebenstein sagt, er habe den Hunden angesehen, dass sie nichts Gutes im Sinne haben, und so habe er dann auch schlimmere Verletzungen verhindern können.  Eines hat er heute nicht mehr: einen eigenen Hund. Sein letzter,  ein Dackel, ist kürzlich verstorben, und nun haben seine Frau und er mit dem Thema abgeschlossen. Sie sind ja auch nicht mehr die Jüngsten, insofern kam ein neuer  treuer Freund auf vier Beinen nicht mehr in Betracht.

Und nun noch eine letzte Frage an den Experten, der als Wertungsrichter auch in China unterwegs war: Werden da immer noch Hunde verspeist?  Im Reich der Mitte vollziehe sich gerade ein Wandel, sagt der 80-Jährige. Viele junge Chinesen würden sich mittlerweile Rassehunde zulegen. 322 Hundeausstellungen  habe es in China überdies im Jahr 2016 gegeben.

(mh)