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Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) bringt Star Wars ins Hospiz Saarbrücken

Star Wars : „Krieg der Sterne“ im Saarbrücker Hospiz

Da ein Hospizbewohner die Star Wars-Ausstellung nicht besuchen kann, hat der Wünschewagen diese zu ihm gebracht.

Ein Lichtschwert blitzt auf, leuchtende Augen spähen unter einer Kapuze hervor, der Ruf eines Wookies verhallt im weiten Flur, die Titelmusik von „Star Wars“ dringt aus dem Hintergrund – zugegebenermaßen keine Szene, die man mit einem Hospiz in Verbindung bringen würde. Doch heute ist ein besonderer Tag. Es ist der Tag von Jan-Peter Bronder, der seit einem Monat im Paul-Marien-Hospiz lebt. Sein Herzenswunsch: Einmal noch das Star-Wars-Museum in Norddeutschland besuchen. Im Normalfall wäre das kein Problem, denn für solche Angelegenheiten ist der Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) mit seinen sogenannten Wunscherfüllern zur Stelle. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter im Hospiz kontaktieren die ehrenamtlichen Wunscherfüller, berichten ihnen von den Wünschen der schwerkranken Menschen, die im Hospiz wohnen. Die freiwilligen Helfer machen sich dann mit den Bewohnerinnen und Bewohnern auf den Weg – getreu ihrem Motto „letzte Wünsche wagen“. Das kann ein Besuch in der Kapelle oder auf dem Friedhof sein, manchmal aber auch eine Fahrt ans Meer, oder eben – wie bei Jan-Peter Bronder – das Star Wars-Museum. Leider ist die Ausstellung aber derzeit aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen und eine Fahrt dorthin war nicht möglich.

Also haben sich die Mitarbeiter des Hospizes mit dem ASB Gedanken gemacht und mit vereinten Kräften eine mächtige Überraschung für Jan-Peter Bronder vorbereitet: Der „Krieg der Sterne“ fand so direkt im Paul-Marien-Hospiz statt. Dafür hat das UT-Kino in Saarbrücken Film-Plakate zur Dekoration zusammengestellt, das Café Lolo einen Kuchen spendiert, der aussieht wie der Todesstern, und sechs Darsteller des Fantasie- und Rollenspiel-Konventes im Saarland (Fark) sind in Star Wars-Kostüme geschlüpft, um Jan-Peter Bronders größten Wunsch zu erfüllen.

Der Konferenzraum wurde zur Bühne und als Bronder die Dekoration erkennen konnte, hallte sein freudiges „Ja“ durch den Raum. Dann gingen die täuschend echt aussehenden Figuren auf das Bett des jungen Mannes zu und flankierten ihn, als seien sie seine Beschützer.