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Woop Woop im Garelly Haus
Woop Woop mit Buchstabensuppe 

Saarbrücken. Eine Ausstellung im Garelly-Haus betrachtet die Polizei mit den Augen der Kunst. Finissage am Samstag. Von Nicole Burkhardt

HipHop-Musik, Bilder und Fotografien und eine Menge von Menschen – das erlebten Besucher bei der Vernissage des Kunstprojekts „Woop Woop“ im und vor dem Garelly-Haus, dem neuen alternativen Kunst-Zentrum in der Eisenbahnstraße.


Um Begegnungen mit der Polizei geht es in der  Ausstellung, Begegnungen, mit denen sich Künstler hier auseinandersetzen. Bei der Vernissage sitzen im vorderen Teil  zwei Besucher an einem Tisch und sortieren aus Buchstaben für eine Buchstabensuppe bestimmte Buchstaben aus. Nur A, B und C soll es bei der Finissage an diesem Samstag geben. Bis dahin gibt es nur Suppe ohne ABC. Ein skurriles Bild, wie konzentriert die beiden sind, während drumherum Trubel herrscht.

Daneben stehen eine gruselig anmutende Kinderschaufensterpuppe mit Polizeiweste und eine Schüssel voller Donuts. Die ausgestellten Arbeiten unterscheiden sich stark in ihrem Medium und in dem Umgang mit der Thematik.



Zusammengeklebte Blätter von Anzeigen mit geschwärzten Namen oder eine große Zeichnung von einer Schafwiese, im Vordergrund stecken die Schafe ihre Köpfe durch die Absperrung. Die Künstlerin Petit Comité Paris stellt mehrere Bilder aus in schwarz-weiß, auf einem sind zwei Hände zu sehen, eine in Schwarz, die andere in Weiß, beide verbunden durch Handschellen in einer unschuldigen, betenden Haltung.

Ein Comic von Rubin und Fotografien widmen sich dem Thema Demonstration, das vor allem seit dem G 20-Gipfel in Hamburg für große Diskussionen sorgt. In einer Videoarbeit sieht man Polizisten und einen Demonstranten fast poetisch zu einem Knäuel verschwimmen. Der Polizei stehen viele Leute kritisch gegenüber. Für die einen ist die Polizei für Sicherheit, Recht und Ordnung zuständig, und für die anderen ist sie eine Institution, die ihre Macht manchmal allzu sehr ausnutzt und in den Medien oft einseitig präsentiert wird. In der hinteren Ecke des kleinen Ausstellungsraumes ist zur Eröffnung besonders viel los. Hier kann man sich eines der Motive von Soylent Grau Tatau tätowieren lassen.

„Woop Woop“ ist am heutigen Freitag, 19. Januar, von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Am Samstag, 20. Januar, ab 20 Uhr ist die Finissage des Ausstellungs-Projekts. Ort des Geschehens ist das Garelly-Haus in der Eisenbahnstraße 14.