| 20:35 Uhr

HSG TVA/ATSV Saarbrücken erwartet HC Schmelz
„Wir stehen nicht da, wo wir stehen wollen“

Dean Schacht (rechts) spielt mit der HSG TVA/ATSV Saarbrücken eine durchwachsene Saison. Der Handball-Saarlandligist, der vergangene Saison um den Titel mitspielte, belegt nur Tabellenrang elf.
Dean Schacht (rechts) spielt mit der HSG TVA/ATSV Saarbrücken eine durchwachsene Saison. Der Handball-Saarlandligist, der vergangene Saison um den Titel mitspielte, belegt nur Tabellenrang elf. FOTO: Andreas Schlichter
Saarbrücken. Der Handball-Saarlandligist HSG TVA/ATSV Saarbrücken erwartet an diesem Samstag den HC Schmelz. Von Mirko Reuther

Die HSG TVA/ATSV Saarbrücken spielt in der Handball-Saarlandliga eine durchwachsene Saison. In der vergangenen Runde hatte die Mannschaft von Trainer Andreas Birk lange um den Titel mitgespielt. In der aktuellen Spielzeit liegen die Saarbrücker nach zehn Spieltagen im unteren Tabellendrittel auf Rang elf.


„Wir stehen nicht da, wo wir stehen wollen, und wir spielen nicht den Handball, den wir spielen wollen“, sagt HSG-Rechtsaußen Dean Schacht vor dem Heimspiel an diesem Samstag um 17 Uhr gegen den HC Schmelz. Er erklärt: „Unsere Stärke war immer der Tempo-Handball. Im Moment spielen wir zu oft ohne richtigen Dampf nach vorne.“

Dean Schacht kann sich insbesondere die eklatanten Leistungsunterschiede zwischen Heim- und Auswärtsspielen kaum erklären. Während die Saarbrücker in der heimischen Rastbachtalhalle vier von fünf Partien für sich entscheiden konnten, setzte es in der Fremde ausschließlich Niederlagen. Besonders die 25:28-Schlappe beim Kellerkind HF Illtal II brachte Trainer Birk mächtig auf die Palme. „Es kommt mir manchmal vor, als ob auswärts eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz steht“, sagt Schacht. Er ergänzt: „An der Unterstützung von den Rängen kann es nicht liegen, weil unsere Anhänger auch zahlreich zu den Auswärtsspielen kommen. Ich kann nur vermuten, dass wir zu Hause unbewusst ein paar Prozent mehr geben.“



Dean Schacht ist eines der Urgesteine bei den Saarbrückern. Dabei ist er gerade einmal 24 Jahre alt. Ab seinem fünften Lebensjahr spielte er für den TV Altenkessel, seit 2004 für die damals neu gegründete Jugendspielgemeinschaft der Vereine TV Altenkessel und ATSV Saarbrücken. Seit 2010 arbeiten die beiden Vereine auch im Aktivenbereich zusammen. Schacht ist nicht der einzige, der seinem Stammverein so lange die Treue hält. Mit einigen seiner Mitspieler drückte er in Altenkessel bereits die Schulbank.  Maurice Kopp, Johannes Martini und Daniel Konrad kennt er seit frühester Jugend. „Zusammenhalt wird im Verein großgeschrieben“, erzählt Dean Schacht, der über einen Vereinswechsel „noch nie auch nur eine Sekunde nachgedacht“ hat.

Für die Partie gegen Schmelz macht Schacht den Anhängern der HSG Hoffnung auf eine Leistungssteigerung. „Nach dem Spiel gegen Illtal haben wir uns zusammengesetzt und uns ausgesprochen. Während der spielfreien Zeit in den letzten Wochen war im Training wieder ein ganz anderer Zug zu spüren. Vielleicht waren wir vorher ein bisschen satt. Jetzt sind wir in jedem Fall wieder geerdet.“

Personell kann die HSG TVA/ATSV Saarbrücken an diesem Samstag im Heimspiel gegen Schmelz in der Rastbachtalhalle aus dem Vollen schöpfen. „Wir sind komplett, jeder muss um seinen Platz in der Mannschaft kämpfen. An Personalproblemen wir es nicht liegen, wenn wir das Spiel vergeigen“, sagt Schacht. Er ergänzt: „An eine Niederlage verschwenden wir aber keinen Gedanken. Wir wollen von Anfang an hellwach sein und das Spiel über den Kampf in unsere Richtung lenken.“