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Wildschwein-Schäden im privaten Garten: da haftet niemand

Für Wildschwein-Schäden im Gareten haftet niemand : Wilde Schweine und die Gesetze

„An Orten, an denen die Jagd ... die öffentliche Ruhe, Ordnung oder Sicherheit stören oder das Leben von Menschen gefährden würde, darf nicht gejagt werden“ (Paragraf 20.1 Bundesjagdgesetz). Ausnahmegenehmigungen sind selten aber möglich, etwa, wenn Wildschweine wiederholt einen Friedhof heimsuchen.

Wo Jagen erlaubt ist, liegt die Verantwortung für das Regulieren von Schäden – etwa auf Äckern – meist beim Jagdpächter, der Jagdgenossenschaft oder dem Förster. Anders sieht es dort aus, wo Jagen verboten ist – also nicht zuletzt in Ortschaften und Gärten. In solchen „befriedeten Gebieten“ (Paragraf 4 Saarländisches Jagdgesetz) müssen sich die privaten Besitzer – auf öffentlichen Flächen die Kommune – selbst um die Schäden kümmern, darauf machen auch alle Kommunen des Regionalverbandes Saarbrücken bei unserer Anfrage aufmerksam. Zudem wird in der Broschüre „Ratgeber Wildschweine“ der Stadt Saarbrücken erklärt: „Wildtiere haben keinen Halter, sie gehören niemandem, deshalb kann auch niemand in Anspruch genommen werden, wenn sie in Hausgärten Schäden anrichten.“ Dementsprechend ist auch jeder Gartenbesitzer selbst für Schutzmaßnahmen zuständig, etwa das Anbringen Wildschwein-sicherer Zäune, mindestens 1,50 Meter hoch und untern 40 Zentimeter in die Erde eingegraben oder mit Betonsockel.

Zum Hauptartikel: Wildschwein-Plage in Karlsbrunn.

Zum Artikel Wildschweinschäden in den zehn Kommunen des Regionalverbandes Saarbrücken.