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Visionen für die Zukunft
Wie sieht künftig der Stadtbezirk aus?

Auf unserem Bild in der SZ-Redaktion (von links): Norbert Moy, Wolfgang Braun und Ralf-Peter Fritz.
Auf unserem Bild in der SZ-Redaktion (von links): Norbert Moy, Wolfgang Braun und Ralf-Peter Fritz. FOTO: Thomas Seeber
Dudweiler. Christdemokraten machen sich Gedanken um die Fortentwicklung von Dudweiler in mancherlei Hinsicht.

Es wird viel spekuliert im Stadtbezirk. Spekuliert über das, was in absehbarer Zeit auf Dudweiler zukommt. Denn seit bekannt ist, dass ganz in der Nachbarschaft, und zwar an der Saar-Universität ein Helmholtz-Zentrum für IT-Sicherheit entsteht, fragen sich Bürger wie Kommunalpolitiker, was das für die nahe Zukunft bedeutet. Hunderte von Wissenschaftlern  aus aller Welt sollen hier arbeiten, viele von ihnen kommen mitsamt Familie. Das heißt: Es muss Wohnraum her, es muss Platz her in Schulen und  Kindergärten. Gedanken über solcherlei und über andere Dinge, die den Stadtbezirk betreffen, machen sich auch drei Männer, die vor wenigen Tagen zu Gast  in der SZ-Redaktion waren: Wolfgang Braun, CDU-Geschäftsführer  im Kreisverband Saarbrücken-Stadt, Norbert Moy, CDU-Fraktionsvorsitzender im Regionalverband Saarbrücken,  sowie Ralf-Peter Fritz, CDU-Fraktionsvorsitzender im Bezirksrat Dudweiler. Dass dieses neue Institut einiges an Verbesserungen bringen könnte, das denkt das christdemokratische Trio allemal. Dass die Stadtverwaltung sich planerisch darauf frühzeitig einstellt und energisch die benötigten infrastrukturellen Anpassungen vornimmt, das hoffen sie überdies. „Dudweiler kriegt eine neue Bedeutung“, sagt Ralf-Peter Fritz, der auch hofft, dass sich in der Ortsmitte etwas tun möge. Dringend benötigt werde ein „Vollsortimeter“, wie es ihn mit dem Aktiv-Markt bis vor wenigen Jahren in der Fußgängerzone gegeben habe.


Im Übrigen könnten die verantwortlichen Kräfte im Saarland sich einmal gründlich überlegen, das ehemalige Gymnasium an der Beethovenstraße wiederzubeleben für eine internationale Schule, die nach Auskunft der Landesregierung auf jeden Fall kommen soll (wir berichteten überregional).  Die Bildungseinrichtung in Dudweiler ist bestens angebunden an den Öffentlichen Personennahverkehr und hat viel Platz im Innern zu bieten.

„Man wohnt gut in Dudweiler“, sind sich die Redaktionsgäste gewiss. Auch in Hinblick auf die rund 70 Wohneinheiten, die an der Thedor-Storm-Straße entstehen werden (ausführlicher Bericht folgt). Allerdings müsste hier das Umfeld aufgewertet werden, optisch sei das dort nicht das Gelbe vom Ei. Vor allem die Stadtmitte-Bebauung am Anger (inklusive Dudo-Galerie) hätte Sanierungs- oder auch nur Renovierungsmaßnahmen verdient.

Und wo könnten neue Wohngebiete in Dudweiler erschlossen werden? Die Bürger machen sich, wie die SZ schon mehrfach erfuhr, darüber sehr große Gedanken. Vor allem wenn es darum geht, hierfür Waldflächen zu opfern. So wird schon heftig darüber spekuliert, ob in der Verlängerung der Liesbet-Dill-Straße ein solches Wohngebiet entsteht. Das, so die Stadt-Pressestelle, sei zurzeit nicht in der Planung, vielmehr würden in der Saarbrücker City einige neue Wohneinheiten entstehen sowie auch südlich des Totobad-Parkplatzes in St. Johann (wir berichteten).

Abschließend stellen die drei Kommunalpolitiker fest, dass sich in letzter Zeit „schon etwas getan hat in Dudweiler“. In Kitaplätze werde investiert. Und es werde demnächst ein neues Altenheim am Jahnsportplatz eröffnet, mit dem etliche neue Arbeitsplätze einher gehen. Im Gespräch mit den drei Herren erfährt man überdies, dass es in absehbarer Zeit vor Ort eine „Tafel“ für bedürftige Menschen geben soll.