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Wie geht der SR-Moderator Joachim Weyand mit der Corona-Krise um?

Serie Wie geht’s : Nach der Krise will Weyand ein Kuschelfest

Wie gehen bekannte Saarländer mit der Corona-Krise um, ganz privat? SZ-Redakteurin Cathrin Elss-Seringhaus stellt Prominenten drei immer gleiche Fragen und bittet um ein Selfie oder Schnappschuss.

Heute: Joachim Weyand (57), Moderator „Aktueller Bericht“ (Saarländischer Rundfunk). Wie geht’s gerade?

Gut, danke, aber. Das elterliche Wohnzimmer im Nachbarhaus hat Joachim Weyand seit drei Wochen nicht mehr betreten. Sein Vater ist 88, seine Mutter 82 Jahre alt. Die Lebensmittelübergabe findet an der Haustür statt, täglich wird telefoniert. „Sie fühlen sich sehr anfällig“, sagt Weyand. Auch Sorgen sind ansteckend.

Was hat ihn die Corona-Krise gelehrt?

„Ich habe zum ersten Mal das Gefühl, man ist nicht unverwundbar“, sagt Weyand. So weit weg von der Ü-60er-Risikogruppe sei er selbst ja auch nicht. Weyand erzählt, im Bekanntenkreis, gab es zwei Ischgl-Corona-Infizierte. „Die neigen nicht zur Wehleidigkeit, aber sie sagen, sie haben eine sehr stramme Woche hinter sich. Sie mussten kämpfen“.

Welche privaten Pläne wurden durchkreuzt?

An Ostern wollte Weyand mit seiner Frau in Irland sein, bei seinem Sohn Simon und dessen Freundin. Die waren mit dem Campingbus in Schottland unterwegs, in Irland wollte man zusammen finden. Nach verfrühter Rückkehr wohnen Sohn und Freundin bis zum Beginn des Semesters im Haus der Weyands. Als Familienmensch findet Weyand das eigentlich richtig schön. Zumal auch der jüngere Sohn Till nebenan wohnt, in der Einliegerwohnung bei der Oma: „Ich bin überzeugter Provinzialist“, sagt Weyand.

Was macht er als erstes, wenn die Kontaktsperre fällt?

Die Sehnsucht stillen. „Das ist schon gebongt: Wir veranstalten mit unseren Freunden ein großes Kuschelfest, feiern in einem großen Garten“, sagt er. Seine Frau und er vermissen die Kontakte mit Freunden sehr. „Wir haben zwar einen regen Austausch, aber es ist nun mal was anderes, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen.“