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Wettbewerb für Gedenkstätte vor der Synagoge rückt näher

St. Johann : Wettbewerb für Gedenkstätte vor der Synagoge rückt näher

Der Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung des Synagogen-Vorplatzes in St. Johann nimmt Formen an. Mehrheitlich billigte der Bezirksrat Saarbrücken- Mitte in seiner jüngsten Sitzung den vorläufigen Zeitplan und die Finanzierung.

Wie Bezirksbürgermeisterin Christa Piper erläuterte, soll so der jüdischen Opfer des NS-Regimes namentlich gedacht werden. Dies sei seinerzeit bei dem Mahnmal „Der unterbrochene Wald“ auf dem Rabbiner-Rülf-Platz nicht geschehen.

„Es ist wichtig und an der Zeit, dass der Synagogen-Vorplatz diese Lücke schließt“, sagte die Bezirksbürgermeisterin. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass es Aufgabe des nächsten Bezirksrates sein werde, einen Namen für den Vorplatz in der Lortzingstraße zu finden.

Die Gesamtkosten werden aller Voraussicht nach 400 000 Euro betragen und je zur Hälfte aus der Kasse des Landes und der Stadt Saarbrücken bezahlt.

Als Preisgelder im Wettbewerb zur Gestaltung der Gedenkstätte sollen 15 000 Euro für den Sieger sowie 10 000 und 5000 Euro für Platz zwei und drei ausgeschüttet werden. 345 000 Euro soll es schließlich kosten, den Siegerentwurf zu verwirklichen.

Ob Saarbrücken das Vorhaben dann in die Tat umsetzt, entscheidet der Stadtrat in seiner Sitzung am kommenden Dienstag, 18. Juni. Bereits einen Tag später soll der Künstler-Wettbewerb offiziell ausgeschrieben werden. Abgabeschluss für Ideen ist der 6. September.

Bei einer Pressekonferenz am 27. September will die Stadt den Sieger-Beitrag vorstellen.