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Saarbrücker Stadtteile
Werbebanner betonen Dudweilers Stärken

Der Verkehrsverein Dudweiler und Pro Dorf Dudweiler stellten im Bezirksrat ihre Imagekampagne  vor: (v.l.) Dirk Note, Martina und Jörg Scheller, Ute Freudenberg, Lena Sauer und Ralf Peter Fritz.
Der Verkehrsverein Dudweiler und Pro Dorf Dudweiler stellten im Bezirksrat ihre Imagekampagne vor: (v.l.) Dirk Note, Martina und Jörg Scheller, Ute Freudenberg, Lena Sauer und Ralf Peter Fritz. FOTO: Thomas Seeber
Dudweiler. Pro Dorf und der Verkehrsverein haben eine Kampagne auf die Beine gestellt, die klarmacht: Dudweiler hat eine Menge zu bieten. Von Stefan Bohlander

„Wir reden viel zu viel über die negativen Dinge“, sagte Jörg Jarolimeck am Ende der Präsentation. Dann fügte das Mitglied der CDU-Fraktion im Bezirksrat hinzu: „Wir müssen uns bewusst machen, in was für einem schönen Stadtbezirk wir eigentlich leben.“ Das soll nun durch eine Imagekampagne gelingen, die die Dudweiler Vereine Pro Dorf und der Verkehrsverein am Mittwochabend im Bürgerhaus unter anderem Vertretern der örtlichen Parteien vorstellten.


„Es geht um das Ziel, Dudweiler zu stärken“, erläuterte Ralf-Peter Fritz. Der Präsident des Verkehrsvereins (VVD) führte aus, dass man dies langfristig verfolge, um „frischen Wind“ in den Stadtbezirk zu bringen. Eine erste Teilaktion für diese angedachte Imagekampagne ist das Aufhängen von Bannern, von deren Größe man sich bei der Präsentation einen guten Eindruck machen konnte. „Diese Banner repräsentieren das, was Dudweiler ausmacht und was der Ort alles zu bieten hat“, so Fritz.

Konkret stehen auf den grasgrünen, etwa vier Meter großen Werbeträgern, jeweils zwei Zahlen im Mittelpunkt. So etwa: „16.626 Studenten erreichen in 436 Metern Dudweiler“. Damit soll die Nähe zur Universität hervorgehoben werden. Gerade im Hinblick auf das noch zu errichtende Helmholtz-Zentrum setzt man in Dudweiler große Hoffnung auf eine Art Sogwirkung. Eine andere Botschaft lautet: „133.153 Besucher haben sich in zwei Schwimmbädern abgekühlt“.



„Man sieht, dass sich in Dudweiler gut die Freizeit verbringen lässt“, sagte dazu Dirk Nöther. Der Sprecher von Pro Dorf Dudweiler versicherte, dem Zusammenschluss der Händler und Gewerbetreibenden, dass man alle Zahlen der bisherigen neun Banner kontrolliert habe.

Teilweise war er selbst erstaunt, was dabei zum Vorschein kam. So habe er mit der hohen Zahl von Firmen in Dudweiler mit seinen Stadtbezirksteilen Scheidt, Jägersfreude und Herrensohr nicht gerechnet: „2086 Unternehmen bieten 27.657 Bürgern gute Angebote“.

Weitere Banner verweisen auf die Arbeit der Rettungskräfte (155), die Anzahl der in Dudweiler lebenden Menschen aus anderen Nationen (4433 aus 125 Ländern) oder den Markt, auf den man in Dudweiler richtig stolz ist. Bezirksbürgermeister Reiner Schwarz erklärte beispielsweise, dass es seines Wissens einer der wenigen im Saarland sei, der zweimal in der Woche, namentlich dienstags und freitags, stattfinde. Dabei erfülle der Markt nicht nur den Zweck, frische Produkte zu erstehen, sondern habe auch einen wichtigen sozialen Hintergrund. Man trifft sich dort zum „Schwätzchenhalten und Käffchentrinken“.

Der Rückhalt durch die Mitglieder des Bezirksrates ist den beiden Vereinen auf jeden Fall sicher. „Ich finde, das habt ihr toll umgesetzt“, kommentierte beispielsweise Annabelle Sonntag (FDP).

Gabriele Ungers (Die Linke) regte an, die gesammelten Bannermotive als verkleinerte Version zentral anzubringen. Reiner Schwarz betonte, dass die Verwaltung oft nicht dazu in der Lage sei, Dinge wie diese Imagekampagne zu stemmen und hob die Bedeutung von Pro Dorf und VVD hervor.

Die Banner sollen ab heute Abend aufgehängt und einmal im Quartal im Stadtbezirk umgehängt werden, um die Botschaften auch gut zu verteilen.

Falls sich jemand nicht berücksichtigt fühle, merkte Dirk Nöther an: „Wir sind gerne bereit, für weitere Berufsstände Banner anzufertigen.“

Wichtig sei es auf jeden Fall, den Leuten, die immer nur alles negativ sehen würden, entgegenzutreten, brachte es Ralf-Peter Fritz auf den Punkt, denn: „Wir haben vieles, mit dem wir in die Öffentlichkeit gehen können.“