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Werbeagentur Jungen & Thönes setzt in Corona-Zeit auf Digitalisierung

Neue Werbeagentur in Saarbrücken : Wachstumsbereit in besonderen Zeiten

Nur wenige Monate nach der Gründung musste die Werbeagentur Jungen & Thönes die Herausforerungen der Corona-Zeit meistern. Sie stellt sich erfolgreich der Herausforderung.

Das Haus ist auf den ersten Blick unscheinbar. Umso mehr überrascht, was sich hinter der Tür verbirgt. Die zahlreichen Bilder, Plakate und Kunstwerke an den Wänden verraten: Hier, in den Geschäftsräumen der Werbeagentur Jungen & Thönes, wird kreativ gearbeitet. Die Saarländer Markus Jungen und Stefan Thönes gründeten die Agentur um August 2019.

Vor der Gründung hatten sie bereits in einem Büro für Kommunikation und Gestaltung zusammengearbeitet. „Ich habe die kreative Bürogemeinschaft ,g-nau’ im Jahr 2005 zusammen mit anderen Selbstständigen gegründet“, sagt der 40-jährige Mediendesigner Jungen.

Der 42-jährige Thönes kommt aus dem Kaufmännischen und ist seit 2007 im Marketing tätig. „Erstmals hatten wir im Jahr 2015 Kontakt, verloren uns aber noch mal aus den Augen“, sagt er. Zudem machte er sich 2010 als Texter selbstständig. Als Anfang 2019 bei „g-nau“ ein Texter gesucht wurde, kam der Kontakt wieder zustande, und Thönes stieg mit ein. Bei gemeinsamen Projekten ergaben sich schnell große Schnittmengen, und sie entschlossen sich zur Gründung von Jungen & Thönes, um so Kräfte zu bündeln. „Wir sind aber beide nach wie vor in der Bürogemeinschaft tätig und haben Projekte unabhängig voneinander“, fügt Jungen hinzu.

Der Schwerpunkt der Agentur lag anfänglich auf dem Corporate Publishing, also auf der Kommunikation von Unternehmen über die firmeneigenen Medienkanäle.

„Das Tätigkeitsfeld hat sich aber nach einem der ersten Projekte im Magazinbereich hin zu dem einer klassischen Werbeagentur mit Corporate Design, Webentwicklung und auch Marketing gewandelt“, sagt Stefan Thönes. Damit entschieden sie sich bewusst etwas gegen den Branchentrend. „Wir glauben, dass der Printbereich neben Social Media und Online-Marketing noch seinen Platz hat“, sagt Markus Jungen, „wir haben bei unserer Arbeit einen Bedarf registriert und aus diesem heraus die Agentur gegründet.“ Neben weiteren Projekten im Magazingeschäft hat das junge Unternehmen bisher das neue Erscheinungsbild des Bundesfestivals junger Film in St. Ingbert entworfen.

Im Betriebsalltag sind die Aufgaben der beiden klar definiert. „Markus übernimmt den mitreißenden Part als Top-Kreativer. Ich bin für Text, Content und die Organisation im Hintergrund zuständig“, sagt Thönes. Dieses Puzzle passe gut zusammen. Die Begeisterung und die Leidenschaft für ihre Idee sind sofort greifbar, wenn sie über ihre Projekte sprechen. Jedoch war beiden beim Start der Agentur eines wichtig: „Wir wollen behutsam wachsen und keine finanziellen Wagnisse eingehen“, sagt Stefan Thönes. Ein erster Schritt ist mit der Einstellung einer Illustratorin bereits getan.

„Wir möchten dabei ein dezentrales Konzept fahren und unseren Angestellten ermöglichen, zu Hause zu arbeiten. Für uns müssen sie nicht alle an einem Ort sitzen“, erklärt Jungen. So arbeite ihre Mitarbeiterin beispielsweise von Würzburg aus, ergänzt sein Partner.

Dennoch möchten sie feste Geschäftsräume behalten, um für den Kunden flexibel zu bleiben. Daher haben sie versucht, die Corona-Krise trotz aller Schwierigkeiten als Chance zu begreifen und die Digitalisierung der Agentur voranzutreiben. „Natürlich hat uns die Krise als junges Unternehmen vor große Herausforderungen gestellt, uns aber auch Raum für Innovation gegeben“, sagt Jungen. Der Zukunft blicken sie grundsätzlich optimistisch entgegen. „Wir sehen positive Vorzeichen, und Bereitschaft zum Wachstum ist vorhanden, solange es wirtschaftlich verantwortbar ist“, schaut Stefan Thönes voraus. „Wir freuen uns unheimlich auf neue Projekte und darauf, mit unseren Kunden etwas zu kreieren. Das ist immer wieder unser Antrieb.“

jungen-thoenes.de