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Spannendes Jahr bei der Stadtgalerie
Wenn Künstler sich mit dem Tod auseinandersetzen

Saarbrücken. Die Stadtgalerie Saarbrücken präsentiert ein ehrgeiziges Jahresprogramm. Auftakt ist am 9. Februar mit einer Ausstellung zum Thema Sterben.

(red) 2018 wird ein spannendes Kunstjahr für die Stadtgalerie Saarbrücken: Mit „Das letzte Bild – Ansichten vom Tod in der Zeitgenössischen Kunst“ und „In the Cut – Sexualität in der Feministischen Kunst“ werden in zwei international besetzten Gruppenausstellungen nicht nur zwei unterschiedliche, sondern auch wichtige, gesellschaftlich brisante und aktuelle Themen angesprochen.



Mit den Klangexperimenten von Christina Kubisch, frühere Professorin an der Hochschule der Bildenden Künste Saar, wird zusätzlich im Oktober 2018 eine Pionierin der Klangkunst mit einer Einzelausstellung gewürdigt.

Die erste große Ausstellung steht jetzt im Februar an. „Das letzte Bild – Ansichten vom Tod in der Zeitgenössischen Kunst“ wird am Freitag, 9. Februar, 19 Uhr, eröffnet. Die Ausstellung zeigt fotografische, installative und videotechnische Arbeiten, die der Auseinandersetzung mit dem Tod auf den Grund gehen.

 In der von Stadtgalerie-Direktorin Andrea Jahn kuratierten Schau wird das Thema aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Kulturen und Glaubensrichtungen reflektiert.

„In der aktuellen Kunst findet eine Auseinandersetzung mit dem Tod statt, die, anders als in den öffentlichen Medien, nicht auf skandalträchtige Bilder setzt, um unsere Schaulust zu bedienen. Vielmehr lenken viele zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler ihren Blick gerade nicht auf die voyeuristischen Aspekte des Sterbens, sondern auf die alltäglichen, leisen und dennoch erbarmungslosen Ansichten des Todes“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadtgalerie zu dieser Ausstellung.

In der Ausstellung werden neben bekannten Fotokünstlerinnen und Künstlern, wie Andres Serrano (Mexiko), Walter Schels (D), Daniel Schumann (D), Tina Ruisinger (D) und Manabu Yamanaka (Japan) auch Videokünstlerinnen und -künstler wie Ben Goossens (D) und Araya Rasdjarmrearnsook (Thailand) vertreten sein. Ein weiterer Schwerpunkt der Schau liegt auf den installativen Arbeiten von Teresa Margolles (Mexiko), Chiharu Shiota (Japan), Simon Schubert (D) und Mathias Aan’t Heck (D).

Die Ausstellung „Das letzte Bild“ wird am 9. Februar, 19 Uhr, in der Stadtgalerie am St. Johanner Markt eröffnet. Die Schau ist bis 29. April zu sehen. Am 14. Februar, 17 Uhr, gibt es eine Führung durch die Ausstellung.
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