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Chorfestival: Wenn Chöre singen, schöne Lieder erklingen

Chorfestival : Wenn Chöre singen, schöne Lieder erklingen

Die Zweitauflage des Sulzbacher Chorfestivals an der Aula war auch diesmal rundum gelungen.

„Ooooo o e oooo“ schallt es durch Sulzbach, es folgt ein „dah dada dadah“ – das Stück mit dem lateinamerikanischen Rhythmus wird vorgetragen von der Formation  „Elsch“. Der Eltern-Schüler-Chor ist einer der vortragenden Chöre, die am vergangenen Sonntag bei kräftigem Sonnenschein die zahlreichen Besucher auf dem Vorplatz der Aula zum Strahlen bringen. Passend dazu hat der Chor des Theodor-Heuss-Gymnasiums zum „Sulzbacher Chorfest Grenzenlos“ auch den Klassiker „Wochenend und Sonnenschein“ ins Repertoire aufgenommen. Dies sei ja erst die zweite Ausgabe des Chorfestes, doch die Veranstaltung sei bereits etabliert, freute sich Bürgermeister Michael Adam über regen Besucherstrom. Und das, obwohl ursprünglich darüber nachgedacht wurde, ob man das Fest dieses Jahr überhaupt steigen lassen sollte, wie Stefanie Bungart-Wickert erzählte.

Die Erzieherin arbeitet für die Stadt Sulzbach, wo sie auch mit für die kulturelle Arbeit zuständig ist, beim Chorfest war sie Organisatorin und Initiatorin. Da die Stadt Sulzbach alleinige Veranstalterin ist, sollte der Aufwand für die städtischen Mitarbeiter in Grenzen gehalten werden. Und so soll nun das Chorfest alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Salinenfest stattfinden. „Es war trotzdem gut, dass wir es dieses Jahr wieder gemacht haben“, freute sich die Organisatorin, „der Zuspruch ist sehr gut.“ So machten es sich einige der Besucher auf der Grünfläche oberhalb der Bühne gemütlich. Hier packte jemand eine Picknickdecke aus, dort tanzte eine Großmutter mit ihrem Enkel umher. Manch einer summte leise vor sich hin, andere wiederum sangen etwas lauter mit. Regenschirme fungierten als Sonnenschutz und ein Zaungast filmte den Auftritt seiner Liebsten mit dem Smartphone mit.

Besonderen Andrang fanden die Essstände, an denen man mit Currywürsten, Salaten, Steak-Sandwiches oder Kaffee und Kuchen versorgt wurde. Zu den elf Ensembles, die die unterschiedlichsten Richtungen der Chormusik abbilden sollten, gehörten unter anderem die „Violinis“ mit Kindern zwischen vier und sechs Jahren. Kinderlieder und Folkloristisches gab es vom Göttelborner Verein Ganz Ohr. Traditionelle Kirchenlieder und Gospels trug Amore Laudis vor. Zum Abschluss präsentierten die 50 Sänger und Sängerinnen des Gemischten Chores Frohsinn Alt-Saarbrücken Lieder von ABBA, Udo Jürgens und den Prinzen.

Besonderen Eindruck hinterließ bei Stefanie Bungart-Wickert die vierköpfige Formation Grain de sel. Das A-Cappella-Ensemble kam aus Vic-sur-Seille und frischte ihre Songs mit kleinen Choreografien auf. So machte einer der beiden männlichen Sänger bei „Just a Gigolo“ einen Kontrabass nach,  bei anderen Liedern wurde etwas getanzt. Auch eigene Kompositionen spielte das Ensemble unter Leitung von Jérôme End.