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Weniger Eheschließungen im ersten Halbjahr im Saarland wegen Corona

Auswirkung der Pandemie : Weniger Eheschließungen im ersten Halbjahr im Saarland

Im ersten Halbjahr 2020 haben sich im Saarland weniger Menschen das Jawort gegeben als im gleichen Zeitraum 2019.

Die Corona-Pandemie hat bei vielen Paaren offenbar die Hochzeitspläne durchkreuzt: Im ersten Halbjahr 2020 haben sich im Saarland weniger Menschen das Jawort gegeben als im gleichen Zeitraum 2019. Wie aus vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes vom Montag hervorgeht, wurden von Januar bis Juni rund 1400 Ehen geschlossen – etwa 400 oder 22 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Die Zahl der Eheschließungen stieg aber im Mai und Juni wieder an.

Mitte März verhängten Bund und Länder strenge Auflagen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Das betraf unter anderem die Möglichkeit, Hochzeiten mit vielen Gästen zu feiern. Die Stadtverwaltungen schränkten aufgrund der Corona-Pandemie ihre Dienstleistungen erheblich ein – viele Standesämter begrenzten die Zeremonien auf ein Minimum, manche blieben ganz geschlossen.

Erkenntnisse über die Auswirkung der Pandemie ließen sich erst langfristig gewinnen, erklärten die Statistiker. Denn langsam wieder steigende Zahlen vom Mai und Juni deuteten daraufhin, dass viele Standesamttermine lediglich verschoben und nicht abgesagt wurden.

(dpa)