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Weniger Arbeitslose im Regionalverband Saabrücken

Arbeitsmarkt : Zeichen für Eintrübung des Arbeitsmarktes

Im Regionalverband gibt es weniger Arbeitslose als vor einem Jahr, aber auch weniger freie Stellen. Doch noch werden auch Azubis gesucht.

„Aktuell gibt es Anzeichen, die auf eine leichte Eintrübung am Arbeitsmarkt schließen lassen“, so Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. 28 817 „Arbeitssuchende“ waren für den April im Regionalverband Saarbrücken gemeldet, darunter 14 524 Arbeitslose, so die aktuellen Zahlen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,4 Prozent und somit 0,1 Prozentpunkte mehr als im März, jedoch ein halber Prozentpunkt weniger als im April des Vorjahres. Haßdenteufel: „Die Arbeitslosenzahl unterschreitet zwar erneut das Vorjahresniveau, jedoch hat sich die Nachfrage der Betriebe nach Arbeitskräften im Vergleich zum Vorjahr merklich verringert. Hinzu kommt, dass es weniger Menschen gelingt, aus der Arbeitslosigkeit heraus eine neue Stelle zu finden.“

Nach wie vor sei jedoch eine solide Ausbildung die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Dabei appelliert Haßdenteufel besonders an die Jugendlichen, die aktuell noch keinen Ausbildungsplatz in Aussicht haben: „Der Ausbildungsbeginn rückt näher, und der Ausbildungsmarkt bietet noch großes Aufnahmepotential.“ Er rät allen, die noch keine Zusage von einem Ausbildungsbetrieb haben, sich alternative Berufswünsche zu überlegen und Kontakt mit der Berufsberatung aufzunehmen. Und Unternehmen, die noch keine geeigneten Bewerber gefunden haben, könnten sich beim Arbeitgeberservice „über Alternativen bei der Gewinnung künftiger Fachkräfte beraten zu lassen“.

Einen recht deutlichen Rückgang hat es im Jahresvergleich bei den Langzeitarbeitslosen im Regionalverband gegeben, also bei jenen Menschen, die länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet sind; die Zahl der Betroffenen ist in diesem Bereich um 14,6 Prozent auf 4562 gesunken. Dennoch sind noch immer knapp 41 Prozent der beim Jobcenter gemeldeten Arbeitslosen Langzeitarbeitslose.

Zum Stellenmarkt schildert die Agentur für Arbeit, dass Unternehmen im Regionalverband im April 763 Stellen zur Besetzung gemeldet haben, das sind 49 mehr als im März und 82 weniger als im April 2018. Mit den noch nicht besetzten freien Stellen aus den Vormonaten stehen derzeit noch 3206 freie Arbeitsplätze zur Verfügung.

Die meisten der für April gemeldeten freien Stellen kommen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen und dem Handel. Auch im Baugewerbe, im Bereich Erziehung und Unterricht, im Gastgewerbe, im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich und im Verarbeitenden Gewerbe gab es zahlreiche offene Stellen.

Innerhalb des Regionalverbandes sind die Arbeitsmarktdaten in den Bereichen der einzelnen Geschäftsstellen nach wie vor recht unterschiedlich: Für die Geschäftsstelle Saarbrücken (Stadt Saarbrücken und Kleinblittersdorf) betrug die Arbeitslosenquote im April 9,8 Prozent, für die Geschäftsstelle Heusweiler (Heusweiler, Riegelsberg und Püttlingen) nur 3,8 Prozent. Für die Geschäftsstelle Sulzbach (Sulzbach, Friedrichsthal und Quierschied) betrug die Arbeitslosenquote 7 Prozent, für die Geschäftsstelle Völklingen (Völklingen und Großrosseln) 9 Prozent.

Der Ausbildungsmarkt zeigt im Regionalverband Saarbrücken noch einige offene Stellen: Seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober wurden 2278 Berufsausbildungsstellen gemeldet, gleichzeitig suchten 1485 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur. Am statistischen Zähltag im April waren noch 1163 Stellen unbesetzt und 788 Jugendliche unversorgt.

Die meisten noch unbesetzten Ausbildungsstellen im Regionalverband Saarbrücken gibt es in folgenden Bereichen: Kaufmann/-frau im Einzelhandel (85 offene Stellen), Kaufmann/-frau für Büromanagement (58), Verkäufer/in (43), Versicherungskaufmann (42), Friseur/in (35), Großhandelskaufmann (33), Kfz-Mechatroniker/Pkw-Technik (30), Anlagenmechaniker Sanitär-/Heizungs- und -Klimatechnik (26), Zerspanungsmechaniker/in (25), Bankkaufmann/-frau (24). Aber auch in weiteren Sparten gibt es noch freie Ausbildungsplätze.

Arbeitslose im Regionalverband Foto: SZ/Müller, Astrid

Kontakt zur Berufsberatung unter Tel. (08 00) 4 55 55 00 oder persönlich vor Ort bei der Agentur für Arbeit. Kontakt für Unternehmen beim Arbeitgeberservice, Tel. (08 00) 4 55 55 20.