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Gesundheit
Die Aids-Hilfe informiert in der Bahnhofstraße

Saarbrücken. Der Welt-Aids-Tag, Samstag, 1. Dezember, steht im Zeichen der Kampagne „Streich die Vorurteile!“. Sie ruft dazu auf, Menschen mit HIV nicht zu diskriminieren, sondern respektvoll und entspannt mit ihnen umzugehen. red

Das teilt die Aids-Hilfe Saar mit.


Die Veranstalter erklären: Die Botschaft des Welt-Aids-Tages ist eindeutig. Menschen mit und ohne HIV können im Alltag ganz entspannt zusammenleben. Denn mit HIV kann man heute bei rechtzeitiger Diagnose und Therapie alt werden und leben wie andere Menschen auch. Eine Übertragung von HIV ist unter einer wirksamen Therapie nicht mehr möglich, auch nicht beim Sex.

Trotzdem erleben Menschen mit HIV auch heute noch Benachteiligung oder Schuldzuweisungen – in der Familie, im Freundeskreis, im Beruf, in der Freizeit und sogar im Gesundheitswesen. Abwertung und Ausgrenzung können zu psychischen Erkrankungen führen und Menschen von Arztbesuchen abhalten. Angst vor Zurückweisung hält Menschen auch vom HIV-Test ab. Sie leben dann oft lange Zeit ohne Behandlung mit HIV – bis sie schwer krank werden. Das alles kann vermieden werden, indem sich alle gemeinsam solidarisch zeigen und Diskriminierung entgegentreten.



Die Aids-Hilfe Saar wird deshalb am Samstag in der Fußgängerzone vor der Europa-Galerie ihre Arbeit vorstellen, Spenden sammeln und auf die Lebenssituation von Menschen mit HIV hinweisen.Die Aids-Hilfe weist darauf hin, dass nach aktuellen Schätzungen des Robert-Koch-Institutes Ende 2017 im Saarland 850 Menschen mit HIV lebten.