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Katharine-Weißgerber-Schule hilft
Weißgerber-Schüler helfen Opfern von Zwangsprostitution

Scheckübergabe an Schwester Lea Ackermann (Bildmitte): Die Klassen 10.1. und 10.2. überreichten mit den Schulelternvertreterinnen Yvonne Reutler und Daniela Arend (links neben Schwester Lea) und Schulleiter Ralph Wiese (rechts neben Schwester Lea) den Spendenscheck vom Benefizlauf.
Scheckübergabe an Schwester Lea Ackermann (Bildmitte): Die Klassen 10.1. und 10.2. überreichten mit den Schulelternvertreterinnen Yvonne Reutler und Daniela Arend (links neben Schwester Lea) und Schulleiter Ralph Wiese (rechts neben Schwester Lea) den Spendenscheck vom Benefizlauf. FOTO: Gems Klarenthal
Klarenthal. Die Klassen 10.1 und 10.2 der Katharine-Weißgerber-Schule haben Schwester Lea Ackermann kennengelernt. Sie gründete die länderübergreifende Hilfsorganisation Solwodi für Frauen, die Opfer von Gewalt und Zwangsprostitution wurden. Ackermann nahm von den Schülern eine Spende entgegen, die sie bei einem Benefizlauf gesammelt hatten.

Die Ordensschwester stellte die Zwangsprostitution in den Mittelpunkt ihres Vortrags. Bei der Weltfrauenkonferenz 1985 in Nairobi wurde sie darauf aufmerksam. Ackermann erzählte von der Armut in Afrika und wie Touristen die Menschen und vor allem die Frauen ausnutzen. Dagegen wollte sie etwas tun. Die Frauen sollten anders Geld verdienen können. Ackermann bot ihnen etwa die Möglichkeit, Schmuck herzustellen und zu verkaufen. Dank der Schwester gibt es weltweit 34 Beratungsstellen für Frauen als Opfer von Gewalt und Prostitution. In Deutschland setzt sie sich besonders für Migrantinnen ein, die mit falschen Versprechungen gelockt und in die Zwangsprostitution getrieben werden. Schulleiter Ralph Wiese freute sich, dass das Geld aus dem Benefizlauf so gut angelegt ist. Er dankte Schwester Lea, die selbst Schülerin der Katharine-Weißgerber-Schule war, für die fruchtbare Arbeit der Hilfsorganisation und die Informationen aus erster Hand über die Zwangsprostitution. Das teilte die Schule mit.