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Wegen der Pandemie fielen Schwimmkurse für Kinder ins Wasser

Bis zu 75 Euro Fördergeld pro Kind : Land fördert Schwimmkurse in Ferien

Damit wieder mehr Kinder im Saarland schwimmen lernen, hat der saarländische Sportminister Klaus Bouillon (CDU) ein Programm ins Leben gerufen, das die Schwimmausbildung von Kindern attraktiver machen und Familien finanziell entlasten soll.

Mit bis zu 75 Euro pro Kind sollen Schwimmkurse in den kommenden Sommerferien gefördert werden. Schwimmvereine, Kommunen und private Anbieter von Schwimmkursen können die Förderung ab dem 1. Mai beantragen. Angeboten werden sollen Grundlagen- und Aufbaukurse. Erstere richteten sich an Kinder zwischen vier und acht Jahren und sollen sie befähigen, am Ende des Kurses das Frühschwimmer-Abzeichen (das sogenannte „Seepferdchen“) abzulegen. Die Aufbaukurse haben das Deutsche Schwimmabzeichen Bronze zum Ziel und seien für Kinder zwischen sieben und 14 Jahren gedacht, teilte Bouillon mit. Das Minsterium will für die Kurse 200 000 Euro zur Verfügung stellen. Weitere 50 000 Euro sollen in die Ausbildung von Schwimmtrainern und Schwimmtrainerassistenten fließen.

„Es ist leider eine Tatsache, dass immer weniger Kinder richtig schwimmen können. Aufgrund der Pandemie hat sich das Problem weiter verschärft, da die Schwimmbäder im Saarland seit fast mehr als einem Jahr geschlossen sind und daher auch keine Schwimmkurse stattfinden können.“ Mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit steige jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass die Schwimmbäder wieder öffnen könnten. „Wir müssen natürlich immer ein wachsames Auge auf die Entwicklung der Situation haben, aber sollten die Bäder wieder aufmachen, muss das Schwimmprogramm direkt greifen, sodass wir die negative Entwicklung schnellstmöglich stoppen können.“

Anträge können ab dem 1. Mai 2021 über die Homepage des Sportministeriums unter www.innen.saarland.de abgerufen werden.