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Neues aus dem Bezirksrat Dudweiler
Holzernte im Stadtwald „angepasst und naturgemäß“

Dudweiler. Der Forstwirtschaftsplan für den Stadtbezirk Dudweiler war ein Thema in der jüngsten Sitzung des Bezirksrates. Von den rund 2093 Hektar Stadtforst entfällt der Großteil auf die Bezirke Mitte und Halberg. Von Stefan Bohlander

Rund 200 Hektar gehören zu West und 72,70 Hektar zu Dudweiler. „Das ist sehr wenig. In etwa so groß wie eine mittlere Grünanlage“, sagte dementsprechend Carmen Dams. Die Leiterin des Amtes für Stadtgrün und Friedhöfe der Landeshauptstadt war für die Verwaltung vor Ort, um etwaige Nachfragen zu beantworten.


Peter Wünsch, Fraktionsvorsitzender Bündnis90/Die Grünen, bemerkte: „Aus Ihren Unterlagen kann ich nicht erkennen, was in nächster Zeit für Baumfällmaßnahmen stattfinden.“ Diese Frage konnte Carmen Dams nicht konkret beantworten. Sie äußerte jedoch die Vermutung , dass in Dudweiler derzeit nichts weiter geschehe. In diesem Zusammenhang erinnerte sie auch daran, dass man Holzernte betreibe und somit Bäume gefällt werden müssten. „Ich erinnere aber daran, dass Wald eine Ressource darstellt, die immer wieder nachwächst.“ Ihr persönlich sei es daher lieber, wenn man diesen Rohstoff vor Ort hole, als im industriellen Stil den Regenwald abzuholzen. „Was wir hier vor der Haustür machen ist sehr angepasst und naturgemäß“, so Dams.

Gabriele Ungers, Vorsitzende der Fraktion Die Linke, störte sich etwas an der Bemerkung, dass Wald ja nachwachse: „Das dauert und ist oft nur Gestrüpp. Ich denke, es müsste schon nachgeforstet und richtige kleine Bäume gepflanzt werden.“ Die Nachforstung könne nicht darin bestehen, dass man Reste liegenlasse. Die naturgemäße Waldwirtschaft funktioniere ohne Pflanzung, erklärte Carmen Dams. Das sei am ökologischsten, weil so die Baumarten nachwachsen, von denen die Samen vor Ort geworfen würden. „Das Gestrüpp sind die Kinder des Waldes“, pflichtete ihr Michael Wagner bei. Der Behindertenbeauftrage für den Stadtbezirk war lange Leiter des Forstamtes.



Saarbrückens Amtsleiterin Dams wies noch auf einige Termine hin: Vom 26. bis 30. November verkauft die Landeshauptstadt wieder Schmuckreisig. Und im Dezember veräußert man Weihnachtsbäume am Wildpark.